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Maxi Mittelstädt – dem Ziel sehr nah

Hertha BSC gewann am vergangenen Samstag das Spitzenspiel gegen Eintracht Frankfurt und sicherte sich somit sehr wichtige Punkte im Kampf um die europäischen Plätze. Maxi Mittelstädt hatte einen bemerkenswerten Anteil an diesem Sieg und entwickelt sich in dieser Saison zu einem echten Stammplatz-Kandidaten.

Wenn gebraucht, schon voll da!
(Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images )

Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung bediente Herthas Eigengewächs seinen Teamkollegen Vladimir Darida, der das entscheidende 2:0 gegen die Eintracht aus Frankfurt erzielte. Seine präzise Flanke brauchte der Tscheche nur noch zu veredeln, sodass sein Trainer Pal Dardai voll des Lobes war. „Eine wunderbare Vorarbeit! Maxi kann ich bedingungslos bringen. Er ist ganz dicht an der Startelf dran“, sagte der Ungar der B.Z.

Es war bereits die zweite Torvorlage seiner noch jungen Profi-Karriere, die erst neun Pflichtspiele umfasst. Dennoch schenkte ihm die Vereinsführung das Vertrauen, in dieser Saison der Backup für Marvin Plattenhardt zu sein, um sich organisch hinter ihm zu entwickeln. Dies tat man, indem man den bisherigen Ersatz für diese Position, Johannes Van den Bergh, abgab und auf der Mitgliederversammlung verkündete, nun Mittelstädt diese Rolle zu übertragen. Eine symbolische Tat von Preetz und Dardai, die von nun an vermehrt auf den eigenen Nachwuchs setzen wollen und diesen Weg mit Torunarigha, Baak oder Maier konsequent weitergehen. In dieser Saison zeigte Mittelstädt gegen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund jeweils über 90 Minuten sehr überzeugende Leistungen, besonders in der Pokal-Partie gegen den BVB konnte er als absolut gleichwertiges Mitglied der Berliner Viererkette anerkannt werden.

Der erst 19-Jährige zeigt sich mittlerweile selbstbewusst und sagte der B.Z.: “Ich denke, ich habe dem Trainer gezeigt, dass er mich öfter bringen kann. Ich brenne immer darauf, der Mannschaft zu helfen.“ Einzig die Rangordnung hält den Flügelspieler vom absoluten Durchbruch ab, da auf seinen Positionen die Platzhirsche Marvin Plattenhardt und Salomon Kalou spielen, die von sehr hohem Wert für die Mannschaft sind. Dardai verspricht dem Talent bereits mehr Einsatzzeiten: „Max ist schon so weit, dass ich jetzt eine Position für ihn suche, damit er noch mehr spielen kann.“

Sein erster Startelfeinsatz vor einem Jahr
(Photo by Boris Streubel/Bongarts/Getty Images)

Der Satz, dass Mittelstädt so weit sei, bezieht sich wohl auch auf mentale Reife, denn er wirkt mit seinen 19 Jahren und wenigen Profi-Einsätzen bereits sehr erwachsen. Am 2.3. stellte er sich den Fragen vom Vereinssender Hertha.TV und denen der Hertha-Fans. Er zeigte sich sehr aufgeräumt und geerdet, kam aus dem Strahlen nicht mehr heraus, wenn er über seine bisherigen Einsätze schwelgen durfte. Er beteuert in diesem Interview, wie stolz und dankbar er für seine Chance ist, diese aber auch mit allem Einsatz nutzen will und man glaubt es ihm. Für ihn sei es nie das übergeordnete Ziel gewesen, einmal für Barcelona oder Real Madrid zu spielen, sondern irgendwann die Fußballschuhe für Hertha BSC zu schnüren. Er drückt sich gewählt aus und muss schmunzeln, wenn er einen Satz nur mit einer Floskel aus den Medienschulungen beenden kann.

Die Anfänge sind gemacht. Mittelstädt erhielt 2015 die bronzene Fritz-Walter-Medaille und zwei Jahre später gehört zum festen Profi-Aufgebot. Nun sind die altbewährten Tugenden der Geduld und des stetigen Aufdrängens gefragt, um nach John Anthony Brooks und Nico Schulz der nächste Herthaner Jugendspieler zu sein, der sich vollkommen bei der „alten Dame“ durchsetzt. Er scheint die erforderliche Mentalität zu besitzen, um irgendwann seine Wunsch-Schlagzeile lesen zu können: “Mittelstädt schießt Hertha zum Sieg!”

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Hertha BSC gewann am vergangenen Samstag das Spitzenspiel gegen Eintracht Frankfurt und sicherte sich somit sehr wichtige Punkte im Kampf um die europäischen Plätze. Maxi Mittelstädt hatte einen bemerkenswerten Anteil an diesem Sieg und entwickelt sich in dieser Saison zu einem echten Stammplatz-Kandidaten.

Wenn gebraucht, schon voll da!
(Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images )

Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung bediente Herthas Eigengewächs seinen Teamkollegen Vladimir Darida, der das entscheidende 2:0 gegen die Eintracht aus Frankfurt erzielte. Seine präzise Flanke brauchte der Tscheche nur noch zu veredeln, sodass sein Trainer Pal Dardai voll des Lobes war. „Eine wunderbare Vorarbeit! Maxi kann ich bedingungslos bringen. Er ist ganz dicht an der Startelf dran“, sagte der Ungar der B.Z.

Es war bereits die zweite Torvorlage seiner noch jungen Profi-Karriere, die erst neun Pflichtspiele umfasst. Dennoch schenkte ihm die Vereinsführung das Vertrauen, in dieser Saison der Backup für Marvin Plattenhardt zu sein, um sich organisch hinter ihm zu entwickeln. Dies tat man, indem man den bisherigen Ersatz für diese Position, Johannes Van den Bergh, abgab und auf der Mitgliederversammlung verkündete, nun Mittelstädt diese Rolle zu übertragen. Eine symbolische Tat von Preetz und Dardai, die von nun an vermehrt auf den eigenen Nachwuchs setzen wollen und diesen Weg mit Torunarigha, Baak oder Maier konsequent weitergehen. In dieser Saison zeigte Mittelstädt gegen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund jeweils über 90 Minuten sehr überzeugende Leistungen, besonders in der Pokal-Partie gegen den BVB konnte er als absolut gleichwertiges Mitglied der Berliner Viererkette anerkannt werden.

Der erst 19-Jährige zeigt sich mittlerweile selbstbewusst und sagte der B.Z.: “Ich denke, ich habe dem Trainer gezeigt, dass er mich öfter bringen kann. Ich brenne immer darauf, der Mannschaft zu helfen.“ Einzig die Rangordnung hält den Flügelspieler vom absoluten Durchbruch ab, da auf seinen Positionen die Platzhirsche Marvin Plattenhardt und Salomon Kalou spielen, die von sehr hohem Wert für die Mannschaft sind. Dardai verspricht dem Talent bereits mehr Einsatzzeiten: „Max ist schon so weit, dass ich jetzt eine Position für ihn suche, damit er noch mehr spielen kann.“

Sein erster Startelfeinsatz vor einem Jahr
(Photo by Boris Streubel/Bongarts/Getty Images)

Der Satz, dass Mittelstädt so weit sei, bezieht sich wohl auch auf mentale Reife, denn er wirkt mit seinen 19 Jahren und wenigen Profi-Einsätzen bereits sehr erwachsen. Am 2.3. stellte er sich den Fragen vom Vereinssender Hertha.TV und denen der Hertha-Fans. Er zeigte sich sehr aufgeräumt und geerdet, kam aus dem Strahlen nicht mehr heraus, wenn er über seine bisherigen Einsätze schwelgen durfte. Er beteuert in diesem Interview, wie stolz und dankbar er für seine Chance ist, diese aber auch mit allem Einsatz nutzen will und man glaubt es ihm. Für ihn sei es nie das übergeordnete Ziel gewesen, einmal für Barcelona oder Real Madrid zu spielen, sondern irgendwann die Fußballschuhe für Hertha BSC zu schnüren. Er drückt sich gewählt aus und muss schmunzeln, wenn er einen Satz nur mit einer Floskel aus den Medienschulungen beenden kann.

Die Anfänge sind gemacht. Mittelstädt erhielt 2015 die bronzene Fritz-Walter-Medaille und zwei Jahre später gehört zum festen Profi-Aufgebot. Nun sind die altbewährten Tugenden der Geduld und des stetigen Aufdrängens gefragt, um nach John Anthony Brooks und Nico Schulz der nächste Herthaner Jugendspieler zu sein, der sich vollkommen bei der „alten Dame“ durchsetzt. Er scheint die erforderliche Mentalität zu besitzen, um irgendwann seine Wunsch-Schlagzeile lesen zu können: “Mittelstädt schießt Hertha zum Sieg!”

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