Endlich ist es soweit! Das erste Pflichtspiel der Saison steht für Hertha BSC an und es geht gegen die Eintracht aus Braunschweig. Von verletzten Stammspielern, einen motivierten Gegner, über taktische Umstellungen zu einer möglichen Startelf: es wird keine leichte Aufgabe für den Hauptstadtclub. Wie wird sich Hertha in Braunschweig präsentieren?

Endlich geht es los mit der Saison 2018/19

Daten zum Spiel, Bilanz gegen Braunschweig

Am Montag, den 20. August 2018 um 18.30 Uhr startet Hertha BSC in die neue Saison, und zwar im Eintracht-Stadion in Braunschweig. Im DFB-Pokal traf Hertha bisher drei Mal auf den Club aus Niedersachsen. Die Bilanz? Drei Niederlagen, auch beim letzten Aufeinandertreffen beider Clubs im Pokal, am 22.09.2004 (3:2 für Braunschweig, die Torschützen von Hertha: Marcelinho und Andreas „Zecke“ Neuendorf).  Nicht gerade gute Erinnerungen also für die alte Dame. Positiv gesehen: Hertha könnte mit einem Sieg am Montag seine Braunschweig-Bilanz aufhübschen und das erste Mal gegen die “Löwen” im Pokal gewinnen.

Im letzten Duell der beiden Teams gewann Hertha mit 2:0. (Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images)

Die Bilanz in der Bundesliga sieht zudem etwas besser aus. Die letzte Begegnung mit der Eintracht am 26.04.2014 endete mit 2:0 für die Hauptstädter, nachdem das Hinspiel in Braunschweig ebenfalls mit 2-0 gewonnen wurde. Die Fanunterstützung wird trotz Ansetzung am Montag groß sein: nach Hertha-Informationen ist nicht nur das Stadion für die Partie ausverkauft, auch das Gästekontingent wurde von den Hertha-Fans leergekauft, rund 2.500 Fans begleiten die Mannschaft ins Stadion an der Hamburger Straße.

Kein leichter Gegner

Eintracht-Kapitän Stephan Fürstner fehlt gelb-rot gesperrt. (Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images)

Wie uns Anna (bei Twitter: @rosalaut) im Interview berichtete, trifft Hertha auf einen Gegner, der in dieser Begegnung nichts zu verlieren und viel zu gewinnen hat. Die sehr junge Braunschweiger Mannschaft (Durchschnittsalter 22,6 Jahre jung) wurde von Trainer Henrik Pedersen vor allem mit Nachwuchsspielern und jungen Talenten geformt. Die jungen Wilden werden jedoch durch erfahrene Profispieler wie Kapitän Stephan Fürstner (der jedoch wegen einer gelb-rot Sperre nicht gegen Hertha spielen wird), Gustav Valsvik und auch Philipp Hofmann unterstützt. Das Team von Pedersen wird wohl im 4-3-3 auftreten, ein System das von Braunschweig über die gesamte Vorbereitung trainiert wurde. Besonders Acht wird Hertha u.a. auf Flügelstürmer Onur Bulut und Stürmer Hofmann geben müssen.

Hertha Form-Check – Wundertüte zum Saisonstart

Die aktuelle Form von Hertha BSC einzuschätzen, ist nach der absolvierten Vorbereitung ganz besonders schwierig. Die Testspiele, in denen die Berliner meistens überzeugen konnten, waren kein wirklicher Maßstab für die kommenden Aufgaben. Es herrscht leichte Ungewissheit bezüglich des eigenen Leistungsniveaus.

Matthew Leckie wird nicht rechtzeitig fit fürs Pokalspiel. (Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Gleich vier Leistungsträger Hauptstädter stehen Trainer Pal Dardai am Montag nicht zur Verfügung. Vladimir Darida, Davie Selke, Peter Pekarik und Matthew Leckie. Insbesondere in der Offensive werden diese Ausfälle schmerzen. Spannend ist zudem die Frage, ob die zuletzt in der Vorbereitung auftrumpfenden Spieler ihre Form im ersten Pflichtspiel bestätigen können. Einige Profis, unter anderem Ondrej Duda, Arne Maier oder auch Jordan Torunarigha scheinen in Topform zu sein, müssen dies allerdings auch in den ersten Pflichtspielen unter Beweis stellen. Fraglich ist auch, ob sich Neuzugang Lukas Klünter auf der rechten Verteidiger-Position behaupten kann. Es ist noch viel unklar in der Mannschaft von Hertha BSC, sodass es sich ein wenig wie eine Wundertüte anfühlt. Das Spiel am Montag wird einige Fragen beantworten können.

Mögliche Startelf

Die vielleicht wichtigste Frage vor dem Spiel am Montag ist die nach dem System. Lässt Chefcoach Pal Dardai in Braunschweig wie im letzten Testspiel gegen Halle im neuen System mit einer Dreierkette hinten spielen? Oder geht er auf Nummer sicher und belässt es bei dem bekannten 4-2-3-1 System? Bis Montag werden wir wohl darüber spekulieren dürfen.

Option 1:

Option 2:

So könnte Hertha im 4-2-3-1 spielen.

 

Prognose

Die blau-gelben “Löwen” haben trotz oder gerade wegen des durchwachsenen Saisonstarts in der Partie am Montag nichts zu verlieren. Sie werden die Gelegenheit unbedingt nutzen wollen, im Pokal weiter zu kommen, um Schwung für den Liga-Betrieb mitnehmen zu können. Da die Mannschaft bereits fünf Pflichtspiele hinter sich hat, wird sie wohl besser eingespielt sein, als das Team von Pal Dardai. Trotzdem ist die Qualität im Kader von Hertha deutlich höher als die des Teams aus Niedersachsen. Trotz Herthas komplizierter Pokal-Geschichte wird die zweite Runde für die Blau-Weißen zu erreichen sein. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Mannschaft ein gutes Spiel abliefert und auch körperlich auf der Höhe ist. Zweiteres bestätigte Pal Dardai auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Wie es die Hertha-Fans in großer Selbstironie immer wieder in der ersten Pokalrunde singen: „Wir träumen jedes Jahr von der zweiten Runde“. Auch dieses Jahr wird das erste Pokalspiel kein Selbstläufer. Die Jungs in blau-weiß werden alles geben müssen, um die erste große Aufgabe der Saison zu meistern. Konzentration und Engagement sind gefragt. Wir sind gespannt auf das Spiel und auf den Saisonstart: Vorhang auf, es geht endlich wieder los.

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