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Klünter, Esswein, Köpke: Die Verlierer des Hertha-Höhenfluges

Hertha BSC ist nach dem Sieg gegen den FC Bayern im Höhenflug. Rund 18 Spieler spielen eine mehr oder weniger wichtige Rolle, einzelne Spieler wie unter anderem Javairo Dilrosun, Valentino Lazaro, Ondrej Duda und Arne Maier werden (zurecht) viel gelobt. Ein solcher Erfolg erfordert allerdings auch Opfer.

Der Profi-Kader von Hertha ist mit über 30 Spielern groß, was auch eine gute Sache ist, angesichts der vielen Verletzungen der letzten Wochen und Monaten. Manch ein Spieler spielt aktuell auf dem Platz dadurch keine Rolle, und ob sich dies bald ändert, ist fraglich. Wir haben uns die Hertha-Profis angeschaut, die zwar seit Saisonbeginn fit sind, es bis heute allerdings nicht regelmäßig in den Kader geschafft haben.

Pascal Köpke – zu viel Konkurrenz im Sturm

Der Neuzugang von Erzgebirge Aue wurde im ersten Pflichtspiel gegen Eintracht Braunschweig für ein paar Minuten eingewechselt. Danach schaffte er es jedoch nur noch an zwei Spielen auf der Hertha-Bank. Als Davie Selke gegen den VFL Wolfsburg zurück im Kader war, musste Köpke weichen und kehrte bisher auch nicht zurück.

Köpke wird es diese Saison schwer haben, sich durchzusetzen. (Foto: Karina Hessland/Bongarts/Getty Images)

Da Hertha im Moment mit einer Sturmspitze spielt, ist nur für einen Mittelstürmer in der Startelf Platz. Bisher hat dort Vedad Ibisevic seine Sache herausragend gemacht, konnte in sechs Spielen vier Tore erzielen. Auf der Bank ist Platz für einen Spieler, der als Ersatz und Alternative für Ibisevic dienen soll: dieser Platz ist wiederum von Rückkehrer Davie Selke besetzt. Die Konkurrenz auf der Mittelstürmer-Position ist also sehr groß. Aktuell scheint der Sohn von Andreas Köpke somit keine Chance zu haben.

Dass Davie Selke so schnell zurückkommt und in der Zwischenzeit Ibisevic so treffsicher ist, war nicht unbedingt zu erwarten. Köpke hätte also auf Einsätze hoffen können. So winkt erstmal ein Platz auf der Tribüne, sollte sich die Lage im Team nicht grundlegend ändern. Aktuell bekommt er ab und zu Einsätze in der U23, zuletzt am heutigen Mittwoch, wo er ein Treffer und eine Vorlage verbuchen konnte.

Der 23-Jährige wurde sicherlich nicht für die aktuelle Saison geholt, sondern eigentlich für die nächste. Im kommenden Sommer wird mit großer Wahrscheinlichkeit Vedad Ibisevic die Hauptstadt verlassen (Vertrag läuft aus). Zudem besteht die Möglichkeit, dass auch Davie Selke für viel Geld verkauft wird und ebenfalls Berlin verlässt. Pascal Köpke könnte also nächste Saison schon sehr wichtig für Hertha BSC werden. In der laufenden Spielzeit ist die Konkurrenz wohl noch eine Nummer zu groß für ihn.

Kiprit, Baak, Kade, Covic: Nicht alle schaffen den Sprung sofort

Einer für die Zukunft: Muhammed Kiprit (Foto: Ottmar Winter/Bongarts/Getty Images)

Eine ähnliche Konkurrenzsituation bei den Profis hat auch Muhammed Kiprit. Der 19-Jährige spielt auch am liebsten als Mittelstürmer, hat aber bei den Profis zu viele Spieler vor sich, um auf Einsätze hoffen zu können. Anders als sein Mitspieler Dennis Jastrzembski, der bereits mehrere kürzere Einsätze bekam, kann er also nicht darauf zählen, in der aktuellen Situation eingesetzt zu werden. Jastrzembski hat jedoch auf seiner Position nicht so viel Konkurrenz, auch wenn sich Javairo Dilrosun dort zunächst einmal durchgesetzt zu haben scheint. Auch Kiprit ist also ein Spieler für die Zukunft, nicht für die Saison 2018/19. Bis dahin wird er wohl weiter bei der U23 eingesetzt werden. Dort ist er Stammspieler und hat dort bereits vier Tore erzielt.

Drei weitere Stammspieler der U23, die bei Hertha einen Profi-Vertrag besitzen, haben bisher den Sprung nicht geschafft: Julius Kade, Florian Baak (beide 19 Jahre jung) und Maurice Covic (20 Jahre). Alle drei scheinen noch sehr weit vom Profi-Team entfernt zu sein und werden angesichts der momentanen Erfolgslage von Hertha auch in näherer Zukunft wohl keine Chance bekommen, sich in der Bundesliga zu zeigen. Nicht alle schaffen den Sprung sofort, auch bei der “alten Dame” nicht. Hier besteht aber auch keine Eile, da sie vergangene Saison noch A-Jugend-Fußball gespielt haben und sich nun als Stammspieler in der Regionalliga beweisen können.

Lukas Klünter, auch keine Option für die Bank

Der Neuzugang aus Köln (2 Millionen Euro Ablöse) war in den letzten drei Spielen von Hertha nicht mal mehr im Kader und das obwohl Jordan Torunarigha verletzt und Peter Pekarik noch nicht fit ist. Zuvor bekam er einen Kurzeinsatz gegen den VFL Wolfsburg in der 90. Minute.

Lukas Klünter hat aktuell schlechte Einsatzchancen. (Foto: Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images)

Auch Lukas Klünter leidet darunter, dass das Team von Pal Dardai momentan so gut funktioniert. Valentino Lazaro ist auf der rechten Verteidiger-Position gesetzt, sowohl im 3-4-3, als auch im 4-2-3-1 System. Es kommt aktuell keiner am Österreicher vorbei und sollte dieser eine andere Position spielen, wäre Klünter als Ersatz nicht die erste Wahl. Derrick Luckassen war gegen Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen für ihn im Kader, gegen den FC Bayern war es Matthew Leckie. Auf der Bank der „alten Dame“ sitzen zwar hauptsächlich offensive Spieler, der Ex-Kölner gehört jedoch nicht zu den defensiven Optionen, die Pal Dardai bei Pflichtspielen zur Verfügung haben möchte.

Lukas Klünter wurde, ähnlich wie Pascal Köpke, vor allem für die nächste Saison geholt. Auf Dauer soll er sich in die Mannschaft spielen, wie damals Marvin Plattenhardt, als er nach Berlin gewechselt ist. Damals konnte sich der deutsche Nationalspieler erst später unter Dardai einen Stammplatz erspielen und ist seitdem so gut wie immer eingesetzt worden. Eine ähnliche Entwicklung wünscht man sich von Klünter. Mit der baldigen Rückkehr von Pekarik wird es jedoch schwer werden, diese Saison noch eine ernste Rolle zu spielen. Der momentane Erfolg von Hertha sorgt auch dafür, dass Klünter wohl erstmal auf der Tribüne Platz nehmen wird.

Ist die Zeit für Alexander Esswein abgelaufen?

Wurde Esswein schon von Dardai und co. überholt? (Foto: Odd Andersen/AFP/Getty Images)

Der größte Verlierer in den letzten Monaten ist bei Hertha BSC wohl Alexander Esswein. Der 28-Jährige war bisher kein einziges Mal im Kader, und das obwohl Davie Selke und Matthew Leckie zu Beginn der Saison ausfielen. Nicht er wurde auf der noch freien Außenstürmer-Position eingesetzt, sondern erst Maximilian Mittelstädt und später Javairo Dilrosun. Auch auf der Bank wurde er von jungen Spielern wie Palko Dardai und Dennis Jastrzembski überholt.

Dass die Hauptstädter momentan auch noch so viele Punkte holen, spricht dafür, dass Alexander Esswein weiter nur auf der Tribüne sitzen wird. Zudem sind Davie Selke, Matthew Leckie und Vladimir Darida aus der „Invalidenstraße“ zurückgekehrt: die Chancen von „AE7“ stehen nicht gerade gut. Es kann also gut sein, dass die Zeit für Esswein bei Hertha BSC abgelaufen ist. Momentan spielt er ab und zu bei der U23 und es ist nicht absehbar, wann er wieder im Kader stehen wird. Ein Wechsel im Winter würde sicherlich eine Option sein.


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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Zu Esswein kann man vielleicht noch erwähnen, dass er auch in der U23 keine übermäßig ansprechende Leistungen zeigt. Von einem ja durchaus mittlerweile erfahrenen BuLi-Spieler sollte man hier mehr erwarten können. Doch auch hier läuft er sich viel zu häufig fest und verliert Bälle. Dazu scheint ihm auch ein wenig sein Highspeed abhanden gekommen zu sein. Ich möchte keinem 4liga Spieler zu nahe treten, aber dass die ihn regelmäßg ablaufen spricht nicht zwingend für Alex. Ich denke auch, dass die Zeichen auf Trennung schon im Winter stehen, für beide Seiten wohl die Beste Lösung, es müssten sich in der ersten Mannschaft schon 3-4 Außenbahnspieler verletzen, damit Esswein noch eine Chance bekommt.

Köpke hat gestern ein durchaus auffälliges Spiel bei der U23 gemacht, nicht nur wegen den beiden Scorerpunkten, aber seine Lage ist halt, wie im Artikel beschrieben, aktuell schwer. Ich kann nur hoffen, dass er die Geduld mitbringt, er wird seine Chance bekommen.

Das gleiche denke ich auch bei Julius Kade, der Junge spielt bei der U23 regelmäßig groß auf, was auch Pal sr. nicht verborgen geblieben sein wird. Kade sehe ich nicht so weit weg von einem Platz auf der Bank wie der Autor. Ähnliches trifft auf Baak zu, gerade wenn es wieder 1-2 Verletzte in der IV geben sollte. Bei beiden gehe ich von wenigstens Kurzeinsätzen noch in dieser Saison aus. Kiprit hat es als aktuell Stürmer Nummer 4 natürlich super schwer, aber wenn er weiter so gut in der U23 knipst und Hertha vllt. auch mal im 5-3-2 aufläuft, könnte auch er mal den Weg in den Kader schaffen. Wichtig ist, er muss auch geduldig bleiben und hart arbeiten.

Antworten
    Marc Schwitzky
    Oktober 8, 2018 8:07 pm

    Danke dir vielmals für deine genauere Einschätzung zu den Leistungen in der U23. So ehrlich können wir sein – allzu viele Einblicke in unsere zweite Mannschaft haben wir mangels Zeit nicht, daher ist das sehr interessant zu lesen. Kade scheint sich ja nun leider schwerer verletzt zu haben – sehr bitter, wenn man seine zuletzt großartige Form bedenkt. Baak hat das Problem, dass Lustenberger und Luckassen vor ihm anzusiedeln sind und auch diese ja nur Ersatzspieler sind. Kiprit & Köpke, wie wir im Artikel bereits sagen, sind nun einmal für die kommende Saison eingeplant worden, wenn Ibisevic (und vielleicht sogar Selke) weg ist.

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Hertha BSC ist nach dem Sieg gegen den FC Bayern im Höhenflug. Rund 18 Spieler spielen eine mehr oder weniger wichtige Rolle, einzelne Spieler wie unter anderem Javairo Dilrosun, Valentino Lazaro, Ondrej Duda und Arne Maier werden (zurecht) viel gelobt. Ein solcher Erfolg erfordert allerdings auch Opfer.

Der Profi-Kader von Hertha ist mit über 30 Spielern groß, was auch eine gute Sache ist, angesichts der vielen Verletzungen der letzten Wochen und Monaten. Manch ein Spieler spielt aktuell auf dem Platz dadurch keine Rolle, und ob sich dies bald ändert, ist fraglich. Wir haben uns die Hertha-Profis angeschaut, die zwar seit Saisonbeginn fit sind, es bis heute allerdings nicht regelmäßig in den Kader geschafft haben.

Pascal Köpke – zu viel Konkurrenz im Sturm

Der Neuzugang von Erzgebirge Aue wurde im ersten Pflichtspiel gegen Eintracht Braunschweig für ein paar Minuten eingewechselt. Danach schaffte er es jedoch nur noch an zwei Spielen auf der Hertha-Bank. Als Davie Selke gegen den VFL Wolfsburg zurück im Kader war, musste Köpke weichen und kehrte bisher auch nicht zurück.

Köpke wird es diese Saison schwer haben, sich durchzusetzen. (Foto: Karina Hessland/Bongarts/Getty Images)

Da Hertha im Moment mit einer Sturmspitze spielt, ist nur für einen Mittelstürmer in der Startelf Platz. Bisher hat dort Vedad Ibisevic seine Sache herausragend gemacht, konnte in sechs Spielen vier Tore erzielen. Auf der Bank ist Platz für einen Spieler, der als Ersatz und Alternative für Ibisevic dienen soll: dieser Platz ist wiederum von Rückkehrer Davie Selke besetzt. Die Konkurrenz auf der Mittelstürmer-Position ist also sehr groß. Aktuell scheint der Sohn von Andreas Köpke somit keine Chance zu haben.

Dass Davie Selke so schnell zurückkommt und in der Zwischenzeit Ibisevic so treffsicher ist, war nicht unbedingt zu erwarten. Köpke hätte also auf Einsätze hoffen können. So winkt erstmal ein Platz auf der Tribüne, sollte sich die Lage im Team nicht grundlegend ändern. Aktuell bekommt er ab und zu Einsätze in der U23, zuletzt am heutigen Mittwoch, wo er ein Treffer und eine Vorlage verbuchen konnte.

Der 23-Jährige wurde sicherlich nicht für die aktuelle Saison geholt, sondern eigentlich für die nächste. Im kommenden Sommer wird mit großer Wahrscheinlichkeit Vedad Ibisevic die Hauptstadt verlassen (Vertrag läuft aus). Zudem besteht die Möglichkeit, dass auch Davie Selke für viel Geld verkauft wird und ebenfalls Berlin verlässt. Pascal Köpke könnte also nächste Saison schon sehr wichtig für Hertha BSC werden. In der laufenden Spielzeit ist die Konkurrenz wohl noch eine Nummer zu groß für ihn.

Kiprit, Baak, Kade, Covic: Nicht alle schaffen den Sprung sofort

Einer für die Zukunft: Muhammed Kiprit (Foto: Ottmar Winter/Bongarts/Getty Images)

Eine ähnliche Konkurrenzsituation bei den Profis hat auch Muhammed Kiprit. Der 19-Jährige spielt auch am liebsten als Mittelstürmer, hat aber bei den Profis zu viele Spieler vor sich, um auf Einsätze hoffen zu können. Anders als sein Mitspieler Dennis Jastrzembski, der bereits mehrere kürzere Einsätze bekam, kann er also nicht darauf zählen, in der aktuellen Situation eingesetzt zu werden. Jastrzembski hat jedoch auf seiner Position nicht so viel Konkurrenz, auch wenn sich Javairo Dilrosun dort zunächst einmal durchgesetzt zu haben scheint. Auch Kiprit ist also ein Spieler für die Zukunft, nicht für die Saison 2018/19. Bis dahin wird er wohl weiter bei der U23 eingesetzt werden. Dort ist er Stammspieler und hat dort bereits vier Tore erzielt.

Drei weitere Stammspieler der U23, die bei Hertha einen Profi-Vertrag besitzen, haben bisher den Sprung nicht geschafft: Julius Kade, Florian Baak (beide 19 Jahre jung) und Maurice Covic (20 Jahre). Alle drei scheinen noch sehr weit vom Profi-Team entfernt zu sein und werden angesichts der momentanen Erfolgslage von Hertha auch in näherer Zukunft wohl keine Chance bekommen, sich in der Bundesliga zu zeigen. Nicht alle schaffen den Sprung sofort, auch bei der “alten Dame” nicht. Hier besteht aber auch keine Eile, da sie vergangene Saison noch A-Jugend-Fußball gespielt haben und sich nun als Stammspieler in der Regionalliga beweisen können.

Lukas Klünter, auch keine Option für die Bank

Der Neuzugang aus Köln (2 Millionen Euro Ablöse) war in den letzten drei Spielen von Hertha nicht mal mehr im Kader und das obwohl Jordan Torunarigha verletzt und Peter Pekarik noch nicht fit ist. Zuvor bekam er einen Kurzeinsatz gegen den VFL Wolfsburg in der 90. Minute.

Lukas Klünter hat aktuell schlechte Einsatzchancen. (Foto: Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images)

Auch Lukas Klünter leidet darunter, dass das Team von Pal Dardai momentan so gut funktioniert. Valentino Lazaro ist auf der rechten Verteidiger-Position gesetzt, sowohl im 3-4-3, als auch im 4-2-3-1 System. Es kommt aktuell keiner am Österreicher vorbei und sollte dieser eine andere Position spielen, wäre Klünter als Ersatz nicht die erste Wahl. Derrick Luckassen war gegen Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen für ihn im Kader, gegen den FC Bayern war es Matthew Leckie. Auf der Bank der „alten Dame“ sitzen zwar hauptsächlich offensive Spieler, der Ex-Kölner gehört jedoch nicht zu den defensiven Optionen, die Pal Dardai bei Pflichtspielen zur Verfügung haben möchte.

Lukas Klünter wurde, ähnlich wie Pascal Köpke, vor allem für die nächste Saison geholt. Auf Dauer soll er sich in die Mannschaft spielen, wie damals Marvin Plattenhardt, als er nach Berlin gewechselt ist. Damals konnte sich der deutsche Nationalspieler erst später unter Dardai einen Stammplatz erspielen und ist seitdem so gut wie immer eingesetzt worden. Eine ähnliche Entwicklung wünscht man sich von Klünter. Mit der baldigen Rückkehr von Pekarik wird es jedoch schwer werden, diese Saison noch eine ernste Rolle zu spielen. Der momentane Erfolg von Hertha sorgt auch dafür, dass Klünter wohl erstmal auf der Tribüne Platz nehmen wird.

Ist die Zeit für Alexander Esswein abgelaufen?

Wurde Esswein schon von Dardai und co. überholt? (Foto: Odd Andersen/AFP/Getty Images)

Der größte Verlierer in den letzten Monaten ist bei Hertha BSC wohl Alexander Esswein. Der 28-Jährige war bisher kein einziges Mal im Kader, und das obwohl Davie Selke und Matthew Leckie zu Beginn der Saison ausfielen. Nicht er wurde auf der noch freien Außenstürmer-Position eingesetzt, sondern erst Maximilian Mittelstädt und später Javairo Dilrosun. Auch auf der Bank wurde er von jungen Spielern wie Palko Dardai und Dennis Jastrzembski überholt.

Dass die Hauptstädter momentan auch noch so viele Punkte holen, spricht dafür, dass Alexander Esswein weiter nur auf der Tribüne sitzen wird. Zudem sind Davie Selke, Matthew Leckie und Vladimir Darida aus der „Invalidenstraße“ zurückgekehrt: die Chancen von „AE7“ stehen nicht gerade gut. Es kann also gut sein, dass die Zeit für Esswein bei Hertha BSC abgelaufen ist. Momentan spielt er ab und zu bei der U23 und es ist nicht absehbar, wann er wieder im Kader stehen wird. Ein Wechsel im Winter würde sicherlich eine Option sein.


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Zu Esswein kann man vielleicht noch erwähnen, dass er auch in der U23 keine übermäßig ansprechende Leistungen zeigt. Von einem ja durchaus mittlerweile erfahrenen BuLi-Spieler sollte man hier mehr erwarten können. Doch auch hier läuft er sich viel zu häufig fest und verliert Bälle. Dazu scheint ihm auch ein wenig sein Highspeed abhanden gekommen zu sein. Ich möchte keinem 4liga Spieler zu nahe treten, aber dass die ihn regelmäßg ablaufen spricht nicht zwingend für Alex. Ich denke auch, dass die Zeichen auf Trennung schon im Winter stehen, für beide Seiten wohl die Beste Lösung, es müssten sich in der ersten Mannschaft schon 3-4 Außenbahnspieler verletzen, damit Esswein noch eine Chance bekommt.

Köpke hat gestern ein durchaus auffälliges Spiel bei der U23 gemacht, nicht nur wegen den beiden Scorerpunkten, aber seine Lage ist halt, wie im Artikel beschrieben, aktuell schwer. Ich kann nur hoffen, dass er die Geduld mitbringt, er wird seine Chance bekommen.

Das gleiche denke ich auch bei Julius Kade, der Junge spielt bei der U23 regelmäßig groß auf, was auch Pal sr. nicht verborgen geblieben sein wird. Kade sehe ich nicht so weit weg von einem Platz auf der Bank wie der Autor. Ähnliches trifft auf Baak zu, gerade wenn es wieder 1-2 Verletzte in der IV geben sollte. Bei beiden gehe ich von wenigstens Kurzeinsätzen noch in dieser Saison aus. Kiprit hat es als aktuell Stürmer Nummer 4 natürlich super schwer, aber wenn er weiter so gut in der U23 knipst und Hertha vllt. auch mal im 5-3-2 aufläuft, könnte auch er mal den Weg in den Kader schaffen. Wichtig ist, er muss auch geduldig bleiben und hart arbeiten.

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    Marc Schwitzky
    Oktober 8, 2018 8:07 pm

    Danke dir vielmals für deine genauere Einschätzung zu den Leistungen in der U23. So ehrlich können wir sein – allzu viele Einblicke in unsere zweite Mannschaft haben wir mangels Zeit nicht, daher ist das sehr interessant zu lesen. Kade scheint sich ja nun leider schwerer verletzt zu haben – sehr bitter, wenn man seine zuletzt großartige Form bedenkt. Baak hat das Problem, dass Lustenberger und Luckassen vor ihm anzusiedeln sind und auch diese ja nur Ersatzspieler sind. Kiprit & Köpke, wie wir im Artikel bereits sagen, sind nun einmal für die kommende Saison eingeplant worden, wenn Ibisevic (und vielleicht sogar Selke) weg ist.

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