Mut, Herz, Moral – mit diesen Attributen, die in den vergangenen Spielen nahezu gar nicht zu sehen waren, erkämpfte sich Hertha BSC am Samstagnachmittag ein Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim. In einem spektakulärem Spiel, das 3:3 endete, konnten sich die Berliner trotz eines 0:2-Rückstands einen Punkt sichern und damit eine kleine Kehrtwende in der Formkurve der letzten Wochen einleiten. Die Einzelkritik zu einer wackeligen Defensive und einer überragenden Offensive.

Tor

Rune Jarstein – Note: 3

(Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Jarstein erlebte trotz drei Gegentreffern einen ruhigen Arbeitstag.

13 Schüsse gab Hoffenheim im Olympiastadion ab, sechs davon gingen direkt auf das Tor von Herthas Schlussmann und drei davon waren unhaltbare Tore – allein an diesen Zahlen zeigt sich, dass Jarstein kein allzu großer Faktor an diesem sein konnte.

Bei seinen drei abgewehrten Schüssen war keiner der Marke “schwierig” oder gar “unhaltbar” dabei, dennoch strahlte der Norweger Sicherheit aus. Auch bei Hereingaben war auf den 34-Jährigen Verlass.

Es war keine Partie, in der sich ein Keeper sonderlich auszeichnen konnte. Zwar passierte sehr viel in Jarsteins Wirkungsbereich, wirklich eingreifen konnte er allerdings seltenst.

 

Abwehr

Valentino Lazaro – Note: 2

(Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Wie so oft galt bei dem Österreicher: hinten pfui, vorne hui.

Es ist einmal mehr nicht einfach gewesen, die Leistung Lazaros in einer Note auszudrücken, denn es gilt stets bei ihm, sowohl die schwachen Momente in der Abwehr, als auch die brillanten Szenen in der Offensive auf eine Zahl herunterzubrechen. Defensiv bot der 22-Jährige erneut eine sehr wackelige bis schlichtweg schwache Vorstellung. Lazaro hatte sehr große Probleme mit Gegenspieler Nico Schulz, den er besonders im ersten Durchgang viel zu oft in den Strafraum durchbrechen ließ. Des Weiteren war seine Rückwärtsbewegung nicht ideal, da immer wieder Lücken entstanden, die von Kerem Demirbay und co. bespielt wurden. So war Herthas rechte Seite ein ständiger Gefahrenherd. “Wenn man sich die ersten zehn Minuten hernimmt, war es defensiv sehr, sehr peinlich”, stellte der Rechtsverteidiger bei sky selbst fest.

Sein Abwehrverhalten bekam Lazaro im zweiten Durchgang besser in den Griff, was aber auch damit zu tun hatte, dass Hertha den Gegner ohnehin mehr in dessen eigene Hälfte gedrängt hatte und so weniger Hoffenheimer Umschaltmomente zu sehen waren. Dass Lazaro seine Stärken vor allem im Angriffsspiel hat, ist kein Geheimnis und war auch am Samstag wieder zu sehen. Der Nationalspieler wirbelte ordentlich und bereitete Schulz ebenfalls große Probleme. Insgesamt drei Torschüsse legte der Rechtsverteidiger auf. In der 87. Minute fasste er sich selbst ein Herz und nagelte den Ball nach einem Freistoß Plattenhardts unangespitzt in den Winkel. Ein überragendes Tor, das den 3:3-Endstand markierte.

Aufgrund der defensiv wirklich kritikwürdigen Leistung war es kein überragender Auftritt von Lazaro. Jedoch war sein Offensivspiel einmal mehr immens wichtig für die Mannschaft und sein Tor verdient ein Sonderlob. Insgesamt also eine gute Leistung des Flügelspielers.

Derrick Luckassen – Note: 5+

(Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Eine insgesamt gruslige Vorstellung des Innenverteidigers, der riesige Probleme mit den Hoffenheimer Vorstößen hatte.

Es war – wie schon gegen Fortuna Düsseldorf – nicht der Tag von Luckassen. Die Leihgabe von PSV Eindhoven schaffte es leider einmal mehr nicht, an seine gute Leistung aus dem Freiburg-Spiel anzuknüpfen und stellte einen großen Unsicherheitsfaktor in Berlins Defensive dar. Das Stellungsspiel und die Zweikampfführung des 23-Jährigen waren am Samstag teilweise mehr als ausbaufähig.

So hätte der Innenverteidiger beim 0:2 eigentlich an Torschütze Andrej Kramaric dranbleiben müssen, unterbrach seinen Sprint aber unverständlicherweise und überließ dem deutlich langsameren Lustenberger den Kroaten. Immer wieder kam Luckassen zu spät in die Duelle oder eben gar nicht. Eine bezeichnende Szene geschah in der 34. Minute: Hoffenheim nutzte einen Umschaltmoment und kombinierte sich vor den Berliner Strafraum. Luckassen ging völlig unnötig in eine Grätsche, anstatt nur mögliche Passwege zuzustellen und so fand sich Kollege Lustenberger alleine gegen drei Hoffenheimer wieder – Kramaric nutzte die daraus entstandene Chance jedoch nicht.

Im zweiten Durchgang wurde Luckassen zwar weniger gefordert, wirklich sicher mutete sein Spiel jedoch nie an. Es war die Chance für den Niederländer, sich in den Fokus zu spielen, stattdessen deutet sein schwacher Auftritt darauf hin, dass Jordan Torunarigha an seiner Stelle im kommenden Spiel starten wird.

Fabian Lustenberger – Note: 4

(Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Auch der Schweizer legte keinen glanzvollen Auftritt hin, jedoch wirkte sein Spiel sicherer, als das von Partner Luckassen.

“Wir haben ganz schlecht angefangen”, fand Lustenberger. An dem ausbaufähigen Beginn hatte der Abwehrchef vom Samstag merklichen Anteil, denn auch “Lusti” kam nicht gut in die Partie. Er konnte sich zunächst in sehr wenigen Duellen durchsetzen und hatte immer wieder das Nachsehen gegen Joelinton und co. Normalerweise schafft es der 30-Jährige, sich durch cleveres und giftiges Zweikampfverhalten auch gegen körperlich überlegende Spieler zu behaupten, in den ersten 20 Minuten der Begegnung gelang ihm dies nicht. Auch die großen Abstimmungsprobleme mit Luckassen sorgten für noch mehr Verunsicherung in Herthas Defensive.

Nach dem Pausentee konnte sich Lustenberger, der am Samstag sein 200. Bundesligaspiel für Hertha BSC bestritt, jedoch immer mehr stabilisieren. Die Tempo-Nachteile blieben natürlich, jedoch konnte sich der Routinier im Zweikampf besser behaupten und fing auch den ein oder anderen Ball ab. Auffällig war auch, wie Lustenberger immer wieder Freistöße für sich herausholte, um Szenen zu beruhigen – da war es, das clevere Zweikampfverhalten.

Eine in der ersten Halbzeit schwache und in der zweiten ordentliche Leistung Lustenbergers, der seiner Rolle als Abwehrchef mit der Zeit gerechter wurde.

Marvin Plattenhardt – Note: 3

(Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Eine ordentliche Leistung Plattenhardts, der zwar nicht überragte, aber zwei sehr wichtige Momente verzeichnete.

Am Samstag kam Herthas Linksverteidiger sicherlich zu gute, dass die Kraichgauer die Seite von Lazaro als Schwachpunkt ausgemacht hatten und diese auch überwiegend bespielten. So wurden beispielsweise drei Hoffenheimer Flanken über Plattenhardts Seite geschlagen, fünf über Lazaros. So hatte der deutsche WM-Fahrer einen deutlich ruhigeren Nachmittag als sein Flügelpendant. Defensiv ließ sich auch wenig an der Darbietung des 26-Jährigen kritisieren – er fiel nicht sonderlich auf, erlaubte sich aber auch keine groben Schnitzer wie in den Wochen zuvor. Tatsächlich war “Platte” einmal sogar von großer Bedeutung, als er in der 29. Minute den Schuss von Kaderabek blockte und so für den schon geschlagenen Jarstein aushalf.

Sein Spiel nach vorne fiel wiederum eher mager aus. Er ließ Salomon Kalou oft alleine in des Gegners Hälfte stürmen und überlief nur selten. Insgesamt fünf Flanken spielte Plattenhardt, nur eine fand ihr Ziel. Es waren eher die ruhigen Bälle, über die er Gefahr auslöste. So legte Plattenhardt in der 69. Minute einen sehr gefährlichen Kopfball von Kalou auf. Doch auch im Angriffsspiel war der Linksverteidiger einmal entscheidend beteiligt. Er war es, der Davie Selke in Minute 71 mit einem langen Ball bediente und so das 2:3 einleitete.

Es war keine hervorragende Vorstellung Plattenhardts, dennoch zeigte er sich im Vergleich zu den letzten Wochen klar verbessert und war durchaus ein Faktor für diesen Punktgewinn.

Mittelfeld

Marko Grujic – Note: 3+

(Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Marko Grujic ist zurück und das ist auch gut so, dennoch muss man an seinem Comeback etwas mäkeln.

Die Freude über das Comeback von Grujic weichte nach 40 Sekunden tiefer Ernüchterung, da der Serbe mit seiner ersten Aktion sogleich das 0:1 verschuldete. Er bekam den Ball am Strafraum und anstatt ihn nach vorne zu klären, spielte er ihn sorglos ein paar Meter weiter auf den linken Flügel, sodass Hoffenheim das Spielgerät wiedererlangte und die Führung erzielte. Auch in den Minuten danach wirkte die Liverpool-Leihgabe alles andere als sicher, verschuldete immens viele Ballverluste und lud die TSG somit immer wieder zu Umschaltaktionen ein. Der zentrale Mittelfeldspieler wirkte sehr fahrig in seinem Spiel, was viel Gefahr für Hertha bedeutete. Es war einfach zu sehen, dass Grujic noch Zeit brauchte, um sich zu akklimatisieren.

Dies gelang dem 22-Jährigen im Laufe der ersten Halbzeit auch immer besser und so war in Richtung des Halbzeitspfiffes auch wieder der alte Grujic zu erkennen. Ballsicher, dominant und mit Zug nach vorne nahm der achtfache serbische Nationalspieler die Zügel in die Hand. Es war beeindruckend zu sehen, wie Grujic die Bälle forderte und stets etwas brauchbares mit ihnen anzufangen wusste. Elf (!) Ballsicherungen verbuchte Grujic, dazu die drittgrößte Laufstrecke (11,2 km) und die meisten gewonnen Zweikämpfe (15). Diese Präsenz war überaus wichtig für die Mannschaft, die sich ab ca. der 25 Minute auf ihn Verlassen konnte und ihm sehr viele Bälle gaben. Auch seine Läufe mit Ball waren überragend, da er das Tempo stark anziehen konnte und sich so immer wieder bis in das letzte Angriffsdrittel tankte. So legte Grujic auch drei Torschüsse direkt auf, schloss zweimal selbst ab.

In den letzten 20 Minuten merkte man dem frisch aus einer Verletzung zurückgekehrten Grujic allerdings die fehlende Matchpraxis an – er konnte immer weniger Akzente setzen. “Er musste richtig pumpen. Die Schlussphase tat ihm weh”, merkte auch Dardai an. Sehr schwache erste 20 Minuten, wirklich starke 50 dazwischen und dann eher blasse 20 zum Schluss – darauf lässt sich aufbauen.

Arne Maier – Note: 3+

(Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Herthas Mittelfeldtalent hatte immer wieder starke Phasen gegen Hoffenheim, es fehlte aber oft an der Vollendung.

Denkt man an das Spiel von Arne Maier, so ploppen oftmals nicht allzu viele ikonische Momente auf. Der 19-Jährige ist im Spiel von Hertha, besonders mit Grujic an seiner Seite, eher für die leisen Töne zuständig. Soll heißen, dass Maier mit seiner Laufstärke, Ballsicherheit und den sauberen Pässen zwar ein sehr wichtiges Mitglied des Mannschaftskonstrukts ist, aber selten ins Scheinwerferlicht tritt.

Auch gegen Hoffenheim überzeugte Der U21-Nationalspieler durch sein so unaufgeregtes Spiel. Seine Passquote von 92% (85% in der gegnerischen Hälfte) ist überragend und auch seine Laufdistanz mit 11,5 Kilometern lässt sich sehen. Während Grujic sich im ersten Durchgang zahlreiche Fehler im Spielaufbau erlaubte, spielte Maier seinen Stiefel unbeeindruckt herunter. Das ließ zunächst Höhepunkte vermissen, doch mit der Zeit fasste sich das Eigengewächse immer öfter ein Herz und stieß mitsamt Ball bis weit in die gegnerische Spielhälfte vor. Dabei agierte Maier äußerst ballsicher und temporeich, doch zu selten macht er auch wirklich etwas aus diesen Momenten. Seine Entscheidungsfindung im letzten Angriffsdrittel ist absolut ausbaufähig, so auch gegen Hoffenheim. Zu selten traut er sich, selbst abzuschließen oder den Risikopass zu spielen. Stattdessen legte er oftmals noch ab und verschleppte aussichtsreiche Szenen – das unterscheidet ihn noch von Grujic. Oder um es etwas salopp mit den Worten von Hertha-BASE-Co-Gründer Marcel zu sagen: “Er hat so viel Potential, aber jedesmal wenn er den Strafraum sieht, frieren ihm die Füße ein.”

Es war also sicherlich kein schlechter Auftritt von Maier, im Gegenteil. Es fehlte ihm aber wieder an letzter Konsequenz, um sein Spiel auch mal zu veredeln.

Ondrej Duda – Note: 4

(Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Eine insgesamt enttäuschende Vorstellung des Spielmachers.

Wie oft wurde während und nach der Partie herausgestellt, welch formidables Spiel diese Begegnung für den neutralen Zuschauer war; Wie viele Chancen es gab; welch Offensivspektakel zu sehen war. Und Ondrej Duda? Er verzeichnete in 62 Minuten Einsatzzeit gerade einmal 32 Ballkontakte.

Will sagen: eigentlich wäre das Spiel gegen Hoffenheim perfekt für den Slowaken sein müssen. Selten gab es so viel Platz im Mittelfeld zur Entfaltung, selten so viele Lücken im Defensivverbund, die man mit Schnittstellenpässen hätte bespielen können. All das nutze Herthas “Number ten” jedoch viel zu selten, sodass ein eher blasser Auftritt bei herumkam. Zwei Chancen legte Duda auf, doch eine Vorlage davon war ein einfaches Zurücklegen auf Grujic und die andere eine schwer zu verwertende Flanke auf Ibisevic. Zudem gab der 23-Jährige nur zwei Schüsse ab, wovon nur einer gefährlich wurde und mit zum 1:2 führte.

Ansonsten blieb Duda meist unauffällig, er riss die Partie einfach nicht an sich. Szenen, die Grujic produzierte, hätte man eigentlich von dem sechsfachen Bundesliga-Torschützen erwartet. So war es folgerichtig, dass Pal Dardai ihn nach 62 Minuten vom Feld nahm, um mit Davie Selke mehr Durchschlagskraft zu haben.

Eine auffällig schlechte Partie war es nicht, gemessen an den Möglichkeiten dieser Partie aber eine sehr dünne Leistung Dudas.

Mathew Leckie – Note: 1-

(Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Der Australier zeigte sich gegen Hoffenheim endlich wieder in der Form, in der ihn alle sehen wollen.

Am Donnerstag erschien ein Artikel auf unserer Homepage mit dem Titel “Welche Spieler bringen Hertha wieder auf Kurs?” und Mathew Leckie war einer der Namen, die dort genannt wurden. Der Ausfall von Javairo Dilrosun bereitete vielen neue Sorgenfalten auf der Stirn, doch mit seinem sehr starken Auftritt gegen die TSG macht der Australier Mut für die kommenden Wochen.

Und die äußerst lobenswerte Leistung des Flügelflitzers lässt sich an einigen Faktoren festmachen. So ist zunächst einmal sein großer Aufwand herauszustellen: niemand bei Hertha ist so viel wie Leckie (11,54 km) gelaufen, niemand hat mit Abstand so viele Sprints (42) hingelegt und niemand außer Grujic so viele Zweikämpfe wie er (15) gewonnen. Der 27-Jährige war überall in der Offensive zu finden, versuchte stets anspielbar zu sein oder eine Überzahlsituation zu schaffen. Nur Ibisevic gab wie Leckie insgesamt sechs Schüsse am Samstagnachmittag ab und in der 71. Minute konnte der Rechtsaußen seinen ersten Pflichtspieltreffer für Hertha seit April diesen Jahres erzielen.

Darüber hinaus legte “Lecks” zwei Torschüsse auf und war entscheidend am 1:2-Anschlusstreffer von Ibisevic beteiligt. Mit seinem Tempo sorgte Leckie durchgehend für Wirbel und stellte ein großes Problem für die Hoffenheimer Defensivabteilung dar. Insgesamt war der Australier also an acht Torschüssen direkt beteiligt, erzielte einen eigenen Treffer und legte einen weiteren mit auf. Eine herausragende Bilanz.

Ein sehr beeindruckendes Spiel von einem extrem motivierten Leckie, der sich wohl in der Startelf festgespielt hat.

Salomon Kalou – Note: 2-

(Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Selten war der Ivorer so massiv in das Spiel seiner Mannschaft eingebunden.

Ja, es war ein durchaus unglücklicher Auftritt von Kalou, schaut man nur auf die Chancenverwertung, aber das Spiel gegen Hoffenheim war eine der sehr seltenen Ausnahmen, bei der Kalou an mehr gemessen werden muss. 10,5 gelaufene Kilometer, 30 Sprints, 81 intensive Läufe und insgesamt 50 Ballkontakte zeigen einen Kalou, der sich an diesem Tag förmlich zerrissen hat. Es ist unklar, wann er zuletzt solche Werte verbuchen konnte, es muss aber sehr lange her sein.

Ohne Frage hätte der 33-Jährige eine sehr vier Torchancen nutzen müssen, jedoch arbeitete und entwickelte er gleichzeitig immens viel für seine Teamkollegen. Durch seine zahlreichen Dribblings, bei denen der Ball an seinem Fuß zu kleben schien, sorgte er für großflächige Räume in der gegnerischen Hälfte und konnte immer wieder Mitspieler in Szene setzen. So auch in der 13. Minute, als er Leckie großartig bediente und so das 1:2 einleitete.

Es war ein toller Auftritt von Herthas Gute-Laune-Bär, einzig die Chancenverwertung gilt es zu kritisieren. Ansonsten ist seine Arbeit für die Mannschaft und sein Spiel mit dem Ball lobend herauszustellen wie es selten der Fall war.

 

Sturm

Vedad Ibisevic – Note: 2

(Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Als man ihn brauchte, war er zur Stelle – ein typischer Ibisevic.

Torriecher kann man nicht lernen, das beweist Ibisevic auch noch mit 34 Jahren. Auch gegen Hoffenheim stand Herthas Kapitän im entscheidenden Moment goldrichtig und schob zum wichtigen 1:3-Anschlusstor ein.

Darüberhinaus hatte der Bosnier noch fünf weitere Chancen, von denen er mindestens eine hätte verwandeln müssen. Positiv ist aber anzumerken, dass er ein ständiger Gefahrenherd für Hoffenheims Abwehr war und immer wieder in gute Momente kam. Zudem legte er zwei Chancen auch direkt auf, spielte also mannschaftsdienlich.

Ein gutes Spiel von Ibisevic, der seinen Soll erfüllt hatte, aber Möglichkeiten für mehr hatte.

Einwechslung

Davie Selke – Note: 2

(Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Viel mehr als das, was Selke gegen Hoffenheim zeigte, kann man von einem Einwechselspieler nicht verlangen.

“Ein bisschen mehr Selke darf es sein” hieß einer unserer letzten Artikel und der Satz lässt sich auch wunderbar auf das Spiel vom Samstagnachmittag beziehen. Der Mittelstürmer war nämlich ein deutlicher Zugewinn für die Mannschaft, nachdem er in der 62. Minute eingewechselt wurde.

Mit sehr viel Tempo und Grundaggressivität war der 23-Jährige ein ständiger Unruheherd für die TSG-Abwehr. In der 71. legte er mit freundlicher Mithilfe von Ex-Herthaner Schulz das 2:3 auf und war somit ein großer Faktor für den Punktgewinn. Selke hätte allerdings auch ein Faktor für den Sieg werden können, hätte er seine gute Chance in der 90. Minute genutzt.

So bleibt es unter dem Strich ein weiterer starker Joker-Einsatz von Selke, der sich immer näher an die Startelf spielt.

 

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[…] erste Halbzeit in Stuttgart zeigte, dass Hertha das Spiel dominieren kann. Die letzten Heimspiele gegen TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt stimmen ebenfalls positiv. Allgemein ist Hertha diese Saison vor heimischen […]

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