BundesligaHertha BSCVorbericht

Hertha BSC – FC Augsburg: einen positiven Heim-Ausklang für 2018 finden

Uns sitzt das Spiel am Samstag gegen den VfB Stuttgart noch mächtig im Magen. Aber wir machen trotzdem unermüdlich weiter, denn in der englischen Woche ist keine Pause erlaubt. Am Dienstag ist im letzten Heimspiel des Jahres 2018 der FC Augsburg im Olympiastadion zu Gast. Wir blicken auf die Partie und insbesondere auf unseren Gegner.

Unsere Expertin zum Spiel gegen den FC Augsburg ist dieses Mal Kristell Gnahm, FCA-Fan und Podcasterin im hörenswerten „Auf die Zwirbelnuss“-Podcast. Sie hat unsere Fragen zum Gegner am Dienstag beantwortet und ihre Eindrücke mit uns geteilt.

Enttäuschender Saisonverlauf beim FC Augsburg

Vor der Saison waren die meisten Fans und Experten um den FC Augsburg noch optimistisch, was die 2018/19 betrifft. Vergangene Spielzeit konnte die Fuggerstädter souverän den Klassenerhalt sichern und kamen kein einziges Mal wirklich in Abstiegsnot. Mit zwei herausragenden Torjägern (Alfred Finnbogason, 12 Tore, und Michael Gregoritsch, 13 Tore) und einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte man den zwölften Tabellenplatz erreichen. Kristell jedoch warnte schon vor der aktuellen Saison davor, sich zu sicher zu fühlen: „Ich fühlte mich wie Kassandra, die allein auf weiter Flur mahnte, dass so viel Selbstbewusstsein uns vielleicht gar nicht gut tut, und wir genau damit, uns für unabsteigbar zu halten, unseren Abschied aus der Bundesliga besiegeln“.

Letzte Saison lief vieles beim FCA richtig (Foto: Lennart Preiss/Bongarts/Getty Images)

Aktuell ist die Lage in Augsburg alles andere als sicher: Tabellenplatz 14 mit nur drei Punkten Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz, dazu seit Oktober sieglos. Trotzdem verfällt man in Augsburg nicht in Angst und Bange: „Die Stimmung in Augsburg ist noch sehr ruhig. Zum einen kann man sportlich wenig Gründe für die magere Punkteausbeute ausmachen, es ist vor allem eine Ergebniskrise. Zum anderen neigen wir hier ohnehin nicht zu großer Panik. (…) Wir sind Durststrecken gewöhnt und haben gelernt, Vertrauen in Trainer und Manager zu setzen, das hat sich bisher stets bewährt“, meint Kristell dazu.

Trotzdem ist ihr bewusst: „Ganz konkret müssen wir momentan selbstverständlich nach unten schauen und wahrhaben, dass es ernst ist. Zwar gibt es ausreichend Mitbewerber um die unteren Plätze, bei denen es noch deutlich ärger aussieht, aber wir dürfen uns nicht drauf verlassen, dass die nicht doch irgendwie an uns vorbei ziehen.“

Torgefahr wird in Augsburg „Alfred Finnbogason“ genannt

Alfred Finnbogason ist zurück beim FCA (Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)

Einer der Gründe für die Sieglos-Serie der Mannschaft von Manuel Baum ist möglicherweise auch der zwischenzeitliche Ausfall von Torjäger Alfred Finnbogason. „Seit Finnbogasons Rückkehr hat sich gezeigt, dass wir mit ihm viel torgefährlicher sind, weil er unbestritten ein Wahnsinnsstürmer ist, der nicht nur trifft, sondern auch seine Mitspieler hervorragend in Szene setzen kann, indem er Gegner auf sich zieht und Platz für andere schafft“, schätzt Kristell die Bedeutung des Isländers ein. Tatsächlich ist seine Bilanz erschreckend stark: sieben Tore in acht Spielen konnte der 29-Jährige diese Saison erzielen. Im letzten Spiel am Samstag gegen Gelsenkirchen war er jedoch erfolglos: Sturmpartner Gregoritsch erzielte das einzige Tor der Augsburger beim 1:1.

„An der Menge der Chancen liegt es nicht.“, sagt Kristell zu den wenigen Toren der letzten Wochen. Der Torabschluss war zuletzt ein Problem, auch im Heimspiel gegen Schalke 04 konnten sich die Augsburger zahlreiche Chancen erspielen, jedoch nur einen Treffer erzielen. Die Rückkehr des fitten Finnbogasons wird also sicherlich hilfreich sein: “Finnbogason darf man nie unterschätzen. Der kann lange verletzt sein, und sofort nach seiner Rückkehr macht er eben einen Hattrick. (…) Nun ist er wieder komplett fit, also dürft ihr durchaus zittern, wenn er in der Startelf steht!“, sagt Kristell. Hertha ist also gewarnt.

Wer sich zu diesem Vorbericht nach etwas Ohren-Futter geben möchte, kann gerne das BuLi-Special von meinsportpodcast.de hören, wo Redakteur Chris und Kristells Podcast-Kompane Stephan Urban zu Gast waren:

 

#BSCFCA: Bleibt der Baum stabil?

Julian Schieber mit harter Konkurrenz

(Foto: Christof Stache/AFP/Getty Images)

Auch die Frage nach Julian Schieber darf bei einer Vorschau gegen den FC Augsburg nicht fehlen. Zum ehemaligen Herthaner sagt Kristell folgendes: „Schieber war, wie auch Finnbogason, wegen einer Verletzung lange nicht dabei. Als er endlich spielen konnte, blieb er leider recht unauffällig, aber das kreidet ihm eigentlich niemand ernsthaft an, denn selbst wir wissen, dass nicht jeder bei seinem ersten Spiel drei Tore macht wie ein gewisser Alfred F. aus I. Neben ihm haben wir allerdings weitere Stürmer wie Dong Won Ji und Sergio Cordova, die sich natürlich auch als Finnbogasons Ersatzmann empfehlen wollen, daher muss er sich dieser Konkurrenz nun einfach stellen”. Bislang kommt Schieber auf drei Einsätze und insgesamt 131 Spielminuten für die bayrischen Schwaben.

Hertha BSC als Heimmacht

Sowohl Spieler als auch Trainerteam der “alten Dame” zeigten sich gefrustet und enttäuscht nach der Auswärtsniederlage in Stuttgart. Dabei schien man das Momentum nach zwei Siegen in Folge (gegen Hannover 96 und Eintracht Frankfurt) auf seiner Seite zu haben. Inbesondere der Sieg gegen Frankfurt stimmte sehr positiv.

Heimspiele sind diese Saison wieder eine Stärker der Berliner (Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

So ernüchternd die Niederlage auch ist, so bleibt die Qualität der Blau-Weißen unberührt. Die erste Halbzeit in Stuttgart zeigte, dass Hertha das Spiel dominieren kann. Die letzten Heimspiele gegen TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt stimmen ebenfalls positiv. Allgemein ist Hertha diese Saison vor heimischen Publikum besonders erfolgreich: auf der Heimtabelle findet man die „alte Dame“ auf dem vierten Platz.

Dabei wird Trainer Pal Dardai wohl weiterhin nicht auf die angeschlagenen Salomon Kalou und Arne Maier setzen können. „Bis jetzt sieht es nicht so aus, dass einer zurückkommt“, hieß es am Sonntag vom Cheftrainer. Tatsächlich seien ein paar angeschlagene Spieler dazugekommen, so sei kein einziger gelernter “Sechser” zu 100 Prozent fit. Innenverteidiger Florian Baak wird allerdings zurück im Kader erwartet. Dardai ist sich bewusst, dass Heimspiele diese Saison eine Stärke von Hertha BSC sind: „Wir haben ein Heimspiel, das macht mir Hoffnung.

Der Schlüssel zum Erfolg für die „alte Dame“?

Im letzten Heimspiel gegen Frankfurt konnte Hertha durch eine geschlossene Mannschaftsleistung überzeugen und erkämpfte sich einen wichtigen Erfolg. Dieselbe Einstellung wird auch gegen Augsburg gefragt sein, denn auch unsere Gegner haben ihre Stärken als gesamtmannschaftliches Konstrukt. Unsere FCA-Expertin sagt dazu: „Der FCA ist schon immer vor allem als Team sehr stark. Da wird schon sehr gut füreinander gelaufen und gekämpft, keiner ist sich zu schade nach hinten mitzuarbeiten“.

Sonderlich viele Chancen rechnet Kristell allerdings ihrem FCA im Spiel gegen Hertha nicht: „Hertha steht nicht umsonst weiter oben als wir, und im Gegensatz zu vielen Teams dort oben sehe ich bei euch wenig Anknüpfungspunkte für uns, denn mit bloßem Spiel zerstören und dann kontern werden wir euch nicht ärgern können“.

Wenn Hertha also am Dienstag wie gegen Stuttgart und Frankfurt gut ins Spiel kommt, und es diesmal schafft, auch in der zweiten Halbzeit eine gute Körpersprache zu zeigen, ist vieles möglich. Dabei wird auch wichtig sein, wie sich das Mittelfeld um Vladimir Darida und Per Skjelbred zeigt. Der Ausfall von Marko Grujic und auch Arne Maier war leider gegen Stuttgart, insbesondere in Hälfte zwei, deutlich zu spüren. So hat auch Ondrej Duda gute Chancen auf einen Startelfeinsatz.

Hertha gegen Augsburg heim noch ungeschlagen

Am Dienstag spielt Hertha sein letztes Heimspiel in 2018 (Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Hertha wird alles daran setzen, nicht auch für Augsburg der Aufbaugegner zu sein. Im letzten Heimspiel gegen Augsburg vergangene Saison fielen beim 2:2 vier Tore. Eine Nullnummer ist auch am Dienstag wohl nicht zu erwarten. Beide Teams werden mit Kampf und Leidenschaft versuchen, die letzten Punkte in 2018 zu sichern.

Dabei denkt unsere FCA-Expertin nicht, dass ihre Mannschaft versuchen wird, spielerisch den Unterschied zu machen: „Ich würde ja jetzt gern einen fußballerischen Leckerbissen ankündigen, aber den haben wir in Dortmund hingelegt und leider verloren, und inzwischen wäre ich froh, genau das zu sehen: Zweikampfstärke, so dreckig wie nötig (mit Rücksicht auf die Gesundheit des Gegenspielers, versteht sich…), damit wir endlich wieder was Zählbares mitnehmen können. Mit schön spielen sind wir einfach nicht sehr weit gekommen in dieser Saison”. Ihr Tipp: „Gegen Berlin ist man mit einem Unentschieden nie ganz schlecht gefahren, also tippe ich auf ein 1:1″.

Über ein Unentschieden würde sich in Berlin keiner so richtig freuen. Ein Sieg muss her, damit auch beim letzten Spiel in Leverkusen die Weihnachtsstimmung nicht in Gefahr ist. Eines kann jedoch positiv stimmen: in Berlin hat Augsburg noch nie gewinnen können. Das soll auch am Dienstag Abend so bleiben.

 

 


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Unsere Expertin zum Spiel gegen den FC Augsburg ist dieses Mal Kristell Gnahm, FCA-Fan und Podcasterin im hörenswerten „Auf die Zwirbelnuss“-Podcast. Sie hat unsere Fragen zum Gegner am Dienstag beantwortet und ihre Eindrücke mit uns geteilt.

Enttäuschender Saisonverlauf beim FC Augsburg

Vor der Saison waren die meisten Fans und Experten um den FC Augsburg noch optimistisch, was die 2018/19 betrifft. Vergangene Spielzeit konnte die Fuggerstädter souverän den Klassenerhalt sichern und kamen kein einziges Mal wirklich in Abstiegsnot. Mit zwei herausragenden Torjägern (Alfred Finnbogason, 12 Tore, und Michael Gregoritsch, 13 Tore) und einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte man den zwölften Tabellenplatz erreichen. Kristell jedoch warnte schon vor der aktuellen Saison davor, sich zu sicher zu fühlen: „Ich fühlte mich wie Kassandra, die allein auf weiter Flur mahnte, dass so viel Selbstbewusstsein uns vielleicht gar nicht gut tut, und wir genau damit, uns für unabsteigbar zu halten, unseren Abschied aus der Bundesliga besiegeln“.

Letzte Saison lief vieles beim FCA richtig (Foto: Lennart Preiss/Bongarts/Getty Images)

Aktuell ist die Lage in Augsburg alles andere als sicher: Tabellenplatz 14 mit nur drei Punkten Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz, dazu seit Oktober sieglos. Trotzdem verfällt man in Augsburg nicht in Angst und Bange: „Die Stimmung in Augsburg ist noch sehr ruhig. Zum einen kann man sportlich wenig Gründe für die magere Punkteausbeute ausmachen, es ist vor allem eine Ergebniskrise. Zum anderen neigen wir hier ohnehin nicht zu großer Panik. (…) Wir sind Durststrecken gewöhnt und haben gelernt, Vertrauen in Trainer und Manager zu setzen, das hat sich bisher stets bewährt“, meint Kristell dazu.

Trotzdem ist ihr bewusst: „Ganz konkret müssen wir momentan selbstverständlich nach unten schauen und wahrhaben, dass es ernst ist. Zwar gibt es ausreichend Mitbewerber um die unteren Plätze, bei denen es noch deutlich ärger aussieht, aber wir dürfen uns nicht drauf verlassen, dass die nicht doch irgendwie an uns vorbei ziehen.“

Torgefahr wird in Augsburg „Alfred Finnbogason“ genannt

Alfred Finnbogason ist zurück beim FCA (Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)

Einer der Gründe für die Sieglos-Serie der Mannschaft von Manuel Baum ist möglicherweise auch der zwischenzeitliche Ausfall von Torjäger Alfred Finnbogason. „Seit Finnbogasons Rückkehr hat sich gezeigt, dass wir mit ihm viel torgefährlicher sind, weil er unbestritten ein Wahnsinnsstürmer ist, der nicht nur trifft, sondern auch seine Mitspieler hervorragend in Szene setzen kann, indem er Gegner auf sich zieht und Platz für andere schafft“, schätzt Kristell die Bedeutung des Isländers ein. Tatsächlich ist seine Bilanz erschreckend stark: sieben Tore in acht Spielen konnte der 29-Jährige diese Saison erzielen. Im letzten Spiel am Samstag gegen Gelsenkirchen war er jedoch erfolglos: Sturmpartner Gregoritsch erzielte das einzige Tor der Augsburger beim 1:1.

„An der Menge der Chancen liegt es nicht.“, sagt Kristell zu den wenigen Toren der letzten Wochen. Der Torabschluss war zuletzt ein Problem, auch im Heimspiel gegen Schalke 04 konnten sich die Augsburger zahlreiche Chancen erspielen, jedoch nur einen Treffer erzielen. Die Rückkehr des fitten Finnbogasons wird also sicherlich hilfreich sein: “Finnbogason darf man nie unterschätzen. Der kann lange verletzt sein, und sofort nach seiner Rückkehr macht er eben einen Hattrick. (…) Nun ist er wieder komplett fit, also dürft ihr durchaus zittern, wenn er in der Startelf steht!“, sagt Kristell. Hertha ist also gewarnt.

Wer sich zu diesem Vorbericht nach etwas Ohren-Futter geben möchte, kann gerne das BuLi-Special von meinsportpodcast.de hören, wo Redakteur Chris und Kristells Podcast-Kompane Stephan Urban zu Gast waren:

 

#BSCFCA: Bleibt der Baum stabil?

Julian Schieber mit harter Konkurrenz

(Foto: Christof Stache/AFP/Getty Images)

Auch die Frage nach Julian Schieber darf bei einer Vorschau gegen den FC Augsburg nicht fehlen. Zum ehemaligen Herthaner sagt Kristell folgendes: „Schieber war, wie auch Finnbogason, wegen einer Verletzung lange nicht dabei. Als er endlich spielen konnte, blieb er leider recht unauffällig, aber das kreidet ihm eigentlich niemand ernsthaft an, denn selbst wir wissen, dass nicht jeder bei seinem ersten Spiel drei Tore macht wie ein gewisser Alfred F. aus I. Neben ihm haben wir allerdings weitere Stürmer wie Dong Won Ji und Sergio Cordova, die sich natürlich auch als Finnbogasons Ersatzmann empfehlen wollen, daher muss er sich dieser Konkurrenz nun einfach stellen”. Bislang kommt Schieber auf drei Einsätze und insgesamt 131 Spielminuten für die bayrischen Schwaben.

Hertha BSC als Heimmacht

Sowohl Spieler als auch Trainerteam der “alten Dame” zeigten sich gefrustet und enttäuscht nach der Auswärtsniederlage in Stuttgart. Dabei schien man das Momentum nach zwei Siegen in Folge (gegen Hannover 96 und Eintracht Frankfurt) auf seiner Seite zu haben. Inbesondere der Sieg gegen Frankfurt stimmte sehr positiv.

Heimspiele sind diese Saison wieder eine Stärker der Berliner (Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

So ernüchternd die Niederlage auch ist, so bleibt die Qualität der Blau-Weißen unberührt. Die erste Halbzeit in Stuttgart zeigte, dass Hertha das Spiel dominieren kann. Die letzten Heimspiele gegen TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt stimmen ebenfalls positiv. Allgemein ist Hertha diese Saison vor heimischen Publikum besonders erfolgreich: auf der Heimtabelle findet man die „alte Dame“ auf dem vierten Platz.

Dabei wird Trainer Pal Dardai wohl weiterhin nicht auf die angeschlagenen Salomon Kalou und Arne Maier setzen können. „Bis jetzt sieht es nicht so aus, dass einer zurückkommt“, hieß es am Sonntag vom Cheftrainer. Tatsächlich seien ein paar angeschlagene Spieler dazugekommen, so sei kein einziger gelernter “Sechser” zu 100 Prozent fit. Innenverteidiger Florian Baak wird allerdings zurück im Kader erwartet. Dardai ist sich bewusst, dass Heimspiele diese Saison eine Stärke von Hertha BSC sind: „Wir haben ein Heimspiel, das macht mir Hoffnung.

Der Schlüssel zum Erfolg für die „alte Dame“?

Im letzten Heimspiel gegen Frankfurt konnte Hertha durch eine geschlossene Mannschaftsleistung überzeugen und erkämpfte sich einen wichtigen Erfolg. Dieselbe Einstellung wird auch gegen Augsburg gefragt sein, denn auch unsere Gegner haben ihre Stärken als gesamtmannschaftliches Konstrukt. Unsere FCA-Expertin sagt dazu: „Der FCA ist schon immer vor allem als Team sehr stark. Da wird schon sehr gut füreinander gelaufen und gekämpft, keiner ist sich zu schade nach hinten mitzuarbeiten“.

Sonderlich viele Chancen rechnet Kristell allerdings ihrem FCA im Spiel gegen Hertha nicht: „Hertha steht nicht umsonst weiter oben als wir, und im Gegensatz zu vielen Teams dort oben sehe ich bei euch wenig Anknüpfungspunkte für uns, denn mit bloßem Spiel zerstören und dann kontern werden wir euch nicht ärgern können“.

Wenn Hertha also am Dienstag wie gegen Stuttgart und Frankfurt gut ins Spiel kommt, und es diesmal schafft, auch in der zweiten Halbzeit eine gute Körpersprache zu zeigen, ist vieles möglich. Dabei wird auch wichtig sein, wie sich das Mittelfeld um Vladimir Darida und Per Skjelbred zeigt. Der Ausfall von Marko Grujic und auch Arne Maier war leider gegen Stuttgart, insbesondere in Hälfte zwei, deutlich zu spüren. So hat auch Ondrej Duda gute Chancen auf einen Startelfeinsatz.

Hertha gegen Augsburg heim noch ungeschlagen

Am Dienstag spielt Hertha sein letztes Heimspiel in 2018 (Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Hertha wird alles daran setzen, nicht auch für Augsburg der Aufbaugegner zu sein. Im letzten Heimspiel gegen Augsburg vergangene Saison fielen beim 2:2 vier Tore. Eine Nullnummer ist auch am Dienstag wohl nicht zu erwarten. Beide Teams werden mit Kampf und Leidenschaft versuchen, die letzten Punkte in 2018 zu sichern.

Dabei denkt unsere FCA-Expertin nicht, dass ihre Mannschaft versuchen wird, spielerisch den Unterschied zu machen: „Ich würde ja jetzt gern einen fußballerischen Leckerbissen ankündigen, aber den haben wir in Dortmund hingelegt und leider verloren, und inzwischen wäre ich froh, genau das zu sehen: Zweikampfstärke, so dreckig wie nötig (mit Rücksicht auf die Gesundheit des Gegenspielers, versteht sich…), damit wir endlich wieder was Zählbares mitnehmen können. Mit schön spielen sind wir einfach nicht sehr weit gekommen in dieser Saison”. Ihr Tipp: „Gegen Berlin ist man mit einem Unentschieden nie ganz schlecht gefahren, also tippe ich auf ein 1:1″.

Über ein Unentschieden würde sich in Berlin keiner so richtig freuen. Ein Sieg muss her, damit auch beim letzten Spiel in Leverkusen die Weihnachtsstimmung nicht in Gefahr ist. Eines kann jedoch positiv stimmen: in Berlin hat Augsburg noch nie gewinnen können. Das soll auch am Dienstag Abend so bleiben.

 

 


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