BundesligaEinzelkritik

Einzelkritik 22. Spieltag: Hertha BSC – Werder Bremen

“Ich kann das alles gerade nicht wirklich in Worte fassen, das ist schon ein ziemlicher Rückschlag für uns heute, dass das am Ende noch ein Unentschieden ist. Das fühlt sich an wie eine Niederlage”, fasste Hertha-Stürmer Davie Selke die Gefühlswelt aller Blau-Weißen am Samstagabend wohl passend zusammen. Lange führten die Berliner gegen Werder Bremen verdient mit 1:0, ehe es Claudio Pizarro in der 96. Minute gelang, eine Lücke in Herthas Freistoßmauer zum Ausgleich zu nutzen. So hat sich Hertha gegen einen direkten Konkurrenten im Rennen um Europa einmal mehr um Punkte gebracht und so bleibt ein fades Gefühl über.

Tor

Rune Jarstein – Note: 4

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Der Norweger konnte in dieser Partie nur wenig eingreifen.

Ganze zwei Schüsse der Bremer gingen direkt auf den Kasten Jarsteins, bekanntlich landete einer von diesen auch in den Maschen. Beim Freistoßtreffer Pizarros hatte Herthas Schlussmann keine Abwehrchance, da der Ball unglücklich durch die gestellte Mauer kam und dabei noch zweimal abgefälscht wurde.

Bremens einziger weiterer Abschluss, der direkt für Jarstein bestimmt war, kam kurz nach der Halbzeitpause von Milot Rashica. Sein Versuch stellte jedoch keine Herausforderung da. Ansonsten waren leichte Unsicherheiten in der Strafraumbeherrschung seitens des 34-Jährigen zu beobachten, ein paar Mal irrte Jarstein bei Hereingaben etwas durch sein Hoheitsgebiet.

Es war keine Begegnung, in der sich Jarstein auszeichnen konnte. Beim Bremer Ausgleich war er machtlos.

Abwehr

Niklas Stark – Note: 2-

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Bei zwei Fouls mit Glück davongekommen präsentierte sich Stark in ähnlicher guter Verfassung wie gegen M’Gladbach.

Im ersten Durchgang der Samstagabend-Begegnung gab es vor allem zwei Szenen, welche die Bremer zum Kochen gebracht hatten. In der 16. Minute hatte Stark Bremens Kruse als beinahe letzter Mann von den Beinen geholt, doch der Schiedsrichter entschied fälschlicherweise auf Ball gespielt – eine gelbe Karte hätte Herthas Abwehrchef allerdings sehen müssen. Auch ein paar Minuten später, als der 23-Jährige gegen Rashica deutlich zu spät in den Zweikampf kam und den Bremer regelwidrig tackelte hätte es eine Verwarnung geben müssem. Zwei Szenen, in denen Stark viel Glück hatte.

Darüber hinaus machte der Innenverteidiger ein gutes Spiel, zeigte über 96 Minuten vollste Konzentration. Im Zweikampf, sowohl am Boden wie auch in der Luft, kaum zu besiegen, nahm Stark Werder-Stürmer Kruse oftmals komplett aus dem Spiel. Dazu kommt ein exzellentes Stellungsspiel, durch das Herthas Nummer fünf insgesamt sieben Aktion klärte, vier Bälle abfing und zwei Schüsse blockte. Stark war eindeutig als Manndecker für den variablen Kruse eingeteilt, sodass er eine immense Laufkraft aufwenden musste, ihm den Bremer Kapitän aus dem Spiel zu nehmen. 10,9 Kilometer rannte Stark am Samstag, nur zwei Herthaner waren ausdauernder. Zudem war das Aufbauspiel des Abwehrspielers durchaus offensiv angelegt und machte das Spiel seiner Mannschaft schneller.

Eine wirklich zufriedenstellende Leistung Starks, der allerdings von Glück reden konnte, nicht schon früh in der Partie verwarnt worden zu sein und somit sein Spiel nicht umstellen zu müssen.

Karim Rekik – Note: 2-

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Die wohl beste Leistung Rekiks seit seinem Comeback.

Wie bereits im letzten Hertha-BASE-Podcast besprochen, waren die bisherigen Vorstellungen Rekiks in der laufenden Rückrunde noch weit weg von dessen Leistungsoptimum. Gegen Bremen wirkte der Niederländer jedoch mental wie körperlich bei 100 Prozent, was zur Verzweiflung der Bremer Offensive führte.

Am Samstagabend war nahezu kein Durchkommen gegen Rekik – neun seiner elf Duelle gewann der 24-Jährige, in der Luft schenkte er keinen einzigen Zweikampf ab. Des Weiteren konnte der bullige Abwehrspieler vier Tackles, vier klärende Aktionen und zwei abgefangene Bälle verbuchen. Rekik wusste stets, wie er sich im Raum zu bewegen hatte und wann er in den Zweikampf gehen musste. Nur einmal hatte er schlechtes Timing bewiesen, als er für das Foul an Kruse verdient gelb sah. Rekik war stets auf der Höhe des Geschehens und erstickte viele gegnerische Angriffe bereits im Keim. Durch seine Arbeit war das Defensivzentrum für Bremen nicht zu erobern.

Die Form von Rekik scheint auf dem aufsteigenden Ast zu sein, Bremen war ein wichtiger Schritt für ihn.

Jordan Torunarigha – Note: 3

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung zeigte Torunarigha eine ansprechende Leistung.

Wie bereits gegen Gladbach spielte der 21-Jährige eine Mischposition – je nach Spielsituation agierte er entweder als Innen- oder Linksverteidiger. Diese Rolle erfordert viel Aufmerksamkeit und taktische Disziplin, die Torunarigha auch am 22. Spieltag aufbringen konnte. Er beging (wie Stark und Rekik) nur ein einziges Foul, gewann allerdings 80% seiner Zweikämpfe (100% in der Luft) und klärte zudem vier Spielszenen.

Zusammen mit Flügelpartner Mittelstädt nahm Torunarigha Bremens Eggestein und Gebre Selassie effektiv aus dem Spiel. Herthas Eigengewächs verletzte sich während der Partie allerdings an seinem ohnehin schon wackeligen Sprunggelenk und musste nach einem Versuch, aufs Feld zurückzukehren, ausgewechselt werden.

Wir wünschen Torunarigha gute Besserung und dass er genauso stark wiederkommt, wie er in den vergangenen Spiel gespielt hatte.

In unserer jüngst aufgenommen Podcast-Episode bewerten wir den Rückrundenstart der “alten Dame” und gehen dabei u.a. auf die bislang fehlende Konstanz ein:

PODCAST HB#79 Rückrundenstart Olé!

Mittelfeld

Fabian Lustenberger – Note: 4+

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Im ersten Durchgang eine kampfstarke Leistung, im zweiten zu wenig Spielkontrolle.

Wie Hertha oftmals in der laufenden Spielzeit zeigte Lustenberger am Samstagabend zwei Gesichter, die sich in die jeweiligen Halbzeiten aufspalten lassen. In den ersten 45 Minuten präsentierte sich der Schweizer äußerst diszipliniert im Spiel gegen den Ball. Er beschäftigte Bremens Zentrale durchgängig und verschob sehr clever, um Lücken zuzumachen. Zudem war der 30-Jährige am Berliner Führungstreffer beteiligt, da er im Mittelfeld die Übersicht behielt und Duda gedankenschnell anspielte, welcher den vorletzten Pass zum 1:0 beisteuerte.

Diese Geistesgegenwärtigkeit konnte Lustenberger aber nicht wirklich über die Pause retten. Bremen bekam im Laufe des Spiels immer mehr Platz im Zentrum, wurde nicht mehr konsequent zugestellt, wodurch sich der Druck auf Herthas Vierer- bis Fünferkette erhöhte. Auch im Ballbesitzspiel baute der defensive Mittelfeldspieler ab, produzierte durch Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe immer mal wieder Ballverluste in der eigenen Hälfte. Letztendlich war es auch Lustenberger, der den Freistoß zum 1:1-Ausgleich verschuldete, auch wenn es nicht einfach gewesen wäre, Gegenspieler Sargent regelkonform zu stoppen.

Insgesamt war die Leistung Lustenbergers in der zweiten Halbzeit zu kopflos, wodurch er dazu beitrug, dass Hertha die Spielkontrolle abhanden ging.

Marko Grujic – Note: 4

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Es ist bislang nicht die Rückrunde des Marko Grujic. Auch gegen Bremen präsentierte er sich außer Form.

Schlampig – dieses Wort beschreibt den Auftritt des Serben am Samstagabend wohl am passendsten. Grujic ließ in vielen Momenten die entscheidende Körperspannung und Konzentration vermissen, sodass ihm zahlreiche Fehler unterliefen. Der 22-Jährige verlor über zwei Drittel seiner Zweikämpfe und wusste sich oftmals nur mit einem Foul zu behelfen – sechs waren es bei Spielende.

Normalerweise wird Grujic für seine immense Ruhe am Ball geschätzt, doch gegen Bremen war es eher Sorglosigkeit, die ihn mit der Kugel deutlich ineffektiver machte. Gerade einmal 70% seiner Zuspiele kamen an, die Hälfte seiner Fehlpässe fanden in der eigenen Hälfte statt. Immer wieder erlaubte sich die Liverpooler Leihgabe Unachtsamkeiten, die zu Ballverlusten führten. Er wirkte nur selten zu 100 Prozent bei der Sache. Zwar versuchte er, spielerisch etwas zu bewegen, wirklich gelingen wollte ihm aber kaum etwas. Zwei erfolglose Schüsse und keine weitere Torschussbeteiligung sind ungewöhnlich schwache Werte für Grujic. Während er sonst stets der Herr der Lage zu sein scheint, ging ihm am Samstag alles etwas zu schnell. Dass Hertha im zweiten Durchgang kaum noch Angriffe initiieren konnte, lag zum großen Teil an der schwachen Vorstellung des Mittelfeldmotors.

Man kann es als positiv erachten, dass sich die Mannschaft in den letzten zwei Spielen von der Einzelleistung Grujics emanzipieren konnte, dennoch ist die bisherige Rückrunde des Serben kritisch zu beäugen.

Valentino Lazaro – Note: 3-

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Offensiv konnte Lazaro nicht den gewohnten Drive entwickeln, allerdings zeigte er eine defensiv ansprechende Leistung.

Nach der abgesessenen Gelbsperre war klar, dass Lazaro zurück in die Startelf finden würde. Allerdings überraschte es beinahe ein wenig, dass Trainer Dardai ihn eins zu eins für den gegen Gladbach so starken Lukas Klünter brachte. Gegen Bremen war zu spüren, dass Lazaro der Spielrhythmus etwas verloren gegangen ist, denn in seinen Angriffsbemühungen wirkte der Österreicher etwas hüftsteifer als in den Wochen zuvor. Er entwickelte weniger gefährliche Szenen, legte nur einen Torschuss direkt auf. Zwar war sein Aufwand zu spüren, nur die Effizienz fehlte.

Wie beim Rest der Mannschaft war das Abwehrverhalten des 22-Jährigen allerdings famos. Lazaro bekam den formstarken Rashica gut in den Griff, sodass dieser kaum Gefahr entwickeln konnte. Elf seiner 18 Zweikämpfe konnte der Rechtsverteidiger für sich entscheiden, dazu kommen vier erfolgreiche Tacklings und zwei abgefangene Bälle. Als Bremens Trainer Kohfeldt Pizarro gebracht und Kruse zum neuen Gegenspieler von Lazaro gemacht hatte, waren größere Schwierigkeiten beim Österreicher zu sehen – große Lücken entstanden allerdings nicht.

Eine ordentliche, aber wenig brillierende Vorstellung Lazaros.

Maxi Mittelstädt – Note: 3

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Im Abwehrverhalten machte Mittelstädt auch am Samstag kaum jemand etwas vor, nur nach vorne wollte nicht allzu viel gelingen.

Über zwei Drittel seiner Zweikämpfe gewann der 21-Jährige gegen die Jungs von der Weser, hinzu kommen sechs (!) erfolgreiche Tackles und vier abgefangene Bälle – jeweils Topwerte seiner Mannschaft. Im Spiel gegen den Ball war das Berliner Eigengewächs einmal mehr eine Bank, indem er auffällig klug verschob und exzellentes Timing bei seinen Zweikämpfen und wie Läufen in den gegnerischen Pass bewies. So unterband Mittelstädt zahlreiche Bremer Angriffsversuche frühzeitig und leitete Umschaltaktionen für die Blau-Weißen ein.

Sein großes Problem war die Genauigkeit in seinen Offensivaktionen – gerade einmal 44% (32% in der gegnerischen Hälfte) seiner Pässe kamen an, eine wirklich gruselige Bilanz, die so viele Angriffsmöglichkeiten vernichtete, wie sie sich Mittelstädt zuvor durch starkes Abwehrverhalten erarbeitet hatte. So wurde die linke zu einer toten Seite, denn durch Mittelstädts Leistung konnte weder Bremen noch Hertha selbst etwas über diese Flanke kreieren. Drei misslungene Flanken und keine Torschussbeteiligung verbuchte Herthas Nummer 17 – zu dünn für seine Position.

Aufgrund der vorbildlichen Defensivarbeit, aber offensiv so schwachen Vorstellung war es ein insgesamt ordentlicher Auftritt Mittelstädts.

Ondrej Duda – Note: 2

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Der Slowake spielte eine herausragende erste Halbzeit, baute im zweiten Durchgang jedoch ab.

Die ersten 45 Minuten waren die des Ondrej Duda. Nahezu jede Offensivaktion der “alten Dame” lief über die Nummer zehn, von ihm ging eine ungeheure Präsenz aus. Beispielsweise Herthas erste vielversprechende Offensivszene leitete Duda durch eine geniale Seitenverlagerung auf Lazaro ein, dessen Pass von Selke jedoch nicht genutzt werden konnte. Auch beim Herthaner Führungstreffer spielte Duda den vorletzten Pass, mit dem er Kalou durch die Schnittstelle mustergültig anspielte und so das Feld für den Ivorer und Selke öffnete. In der 37. Minute erzielte der 24-Jährige dann beinahe selbst einen Treffer, sein technisch anspruchsvoll getretener Freistoß landete jedoch nur an der Latte.

Vier Schüsse (ein Freistoß, dreimal geblockt), drei Torschussvorlagen, sieben erfolgreiche Dribblings und acht Ballsicherungen – die Bilanz von Duda in diesem Spiel liest sich prächtig. Dazu kommt, dass sich der Slowake einmal mehr nicht für die Defensivarbeit zu schade war, so lief er die meisten Meter (11,74 km) und versuchte durchgängig in die Zweikämpfe mit Klaasen und co. zu kommen. Seine zweite Halbzeit war auch aufgrund der nun sehr tief stehenden Berliner Mannschaft kaum noch von sehenswerten Offensivaktionen geprägt, weshalb sein Spiel deutlich abflachte. Duda schaffte es im zweiten Durchgang zunehmend nicht mehr, für spielerische Entlastung zu sorgen und so wurde er mit jeder Minute unsichtbarer.

Sicherlich war Dudas Auftritt im zweiten Durchgang unspektakulär, aufgrund der ersten Halbzeit ist es jedoch eine wirklich gute Leistung gewesen.

Sturm

Salomon Kalou – Note: 3+

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

In der Rolle als hängende Spitze erfüllte Kalou seine Aufgabe absolut zufriedenstellend, wenn auch nicht über 90 Minuten.

Die Zielsetzung für den Ivorer war am Samstag sehr klar formuliert: sei die Verbindungsstelle zwischen Duda und Selke. Ständig in Halbräumen unterwegs und hinter Herthas bulligen Mittelstürmer schleichend, agierte Kalou als wichtige Station in Berlins Angriffen. So legte der 33-Jährige den Treffer für Selke selbstlos auf, auch wenn sein Zuspiel etwas genauer hätte sein können.

Insgesamt vier Torschüsse bereitete Kalou vor, so viele wie kein anderer Spieler auf dem Feld. Der Routinier bewies seine hohe Spielintelligenz wie Übersicht und war somit ein ständiger Gefahrenherd für Werders Defensive. Im zweiten Durchgang konnte Kalou dieses Niveau allerdings nicht mehr halten, lief vielen Bällen hinterher und wirkte vom Spiel abgemeldet. So war sein Arbeitstag nach knapp 80 Minuten beendet.

Eine ordentliche Vorstellung des Ivorers, der Selkes Treffer aufgelegt und auch sonst viele gute Chancen initiiert hatte.

Davie Selke – Note: 2+

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Herthas Mittelstürmer spielt sich in einen echten Lauf.

In nun drei Pflichtspielen am Stück hat Selke jeweils einen Treffer erzielt. Gegen seinen Ex-Verein hatte der 24-Jährige bereits nach 20 Minuten die Chance dazu, sein erster Versuch des Spiels landete allerdings nur am rechten Pfosten. Vier Minuten machte es Selke besser, erlief den ungenauen Pass von Kalou mit riesigen Schritten und blieb vor SVW-Keeper Pavlenka cool genug, um den Ball links an ihm vorbei ins Tor zu schieben.

Es zeigte sich gegen Bremen einmal mehr, warum Selke solch ein gefährlicher Konterspieler und der aktuell vielleicht beste Stürmer Deutschlands ist: sobald er den Ball im Vollsprint kontrolliert, ist er kaum noch aufzuhalten. Er gewann 80% seiner Zweikämpfe, zwei Drittel seiner Kopfballduelle und legte einen Torschuss direkt auf. Nach dem Pausentee bekam die Nummer 27 allerdings kaum noch brauchbare Zuspiele und so konnte Selke dem Spiel nur noch wenig seinen Stempel aufdrücken. Teilweise fehlte es ihm etwas an Ruhe, um Bälle festzumachen und so Zeit von der Uhr zu nehmen.

Alles in allem ein weiterer sehr starker Auftritt von Davie Selke, der sich in einer beeindruckenden Form befindet.

Einwechslungen

Per Skjelbred – Note: 4

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Der Norweger hatte nur noch wenig Einfluss auf die Partie.

Pal Dardai musste auf die Verletzung Torunarighas reagieren und wechselte Skjelbred für den Innenverteidiger ein, dessen Position daraufhin von Lustenberger ausgeübt wurde.

Skjelbred tat das, was er am besten kann: laufen, kämpfen, kratzen. Dabei stellte sich der 31-Jährige auch gewohnt gut an, allerdings fehlte ihm die Ruhe am Ball, um sich aus dem immer höher werdenden Druck der Bremer befreien zu können.

Skjelbred fügte sich ordentlich ein, viel mehr gibt es über seine 33 Minuten Einsatzzeit nicht zu sagen.

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“Ich kann das alles gerade nicht wirklich in Worte fassen, das ist schon ein ziemlicher Rückschlag für uns heute, dass das am Ende noch ein Unentschieden ist. Das fühlt sich an wie eine Niederlage”, fasste Hertha-Stürmer Davie Selke die Gefühlswelt aller Blau-Weißen am Samstagabend wohl passend zusammen. Lange führten die Berliner gegen Werder Bremen verdient mit 1:0, ehe es Claudio Pizarro in der 96. Minute gelang, eine Lücke in Herthas Freistoßmauer zum Ausgleich zu nutzen. So hat sich Hertha gegen einen direkten Konkurrenten im Rennen um Europa einmal mehr um Punkte gebracht und so bleibt ein fades Gefühl über.

Tor

Rune Jarstein – Note: 4

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Der Norweger konnte in dieser Partie nur wenig eingreifen.

Ganze zwei Schüsse der Bremer gingen direkt auf den Kasten Jarsteins, bekanntlich landete einer von diesen auch in den Maschen. Beim Freistoßtreffer Pizarros hatte Herthas Schlussmann keine Abwehrchance, da der Ball unglücklich durch die gestellte Mauer kam und dabei noch zweimal abgefälscht wurde.

Bremens einziger weiterer Abschluss, der direkt für Jarstein bestimmt war, kam kurz nach der Halbzeitpause von Milot Rashica. Sein Versuch stellte jedoch keine Herausforderung da. Ansonsten waren leichte Unsicherheiten in der Strafraumbeherrschung seitens des 34-Jährigen zu beobachten, ein paar Mal irrte Jarstein bei Hereingaben etwas durch sein Hoheitsgebiet.

Es war keine Begegnung, in der sich Jarstein auszeichnen konnte. Beim Bremer Ausgleich war er machtlos.

Abwehr

Niklas Stark – Note: 2-

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Bei zwei Fouls mit Glück davongekommen präsentierte sich Stark in ähnlicher guter Verfassung wie gegen M’Gladbach.

Im ersten Durchgang der Samstagabend-Begegnung gab es vor allem zwei Szenen, welche die Bremer zum Kochen gebracht hatten. In der 16. Minute hatte Stark Bremens Kruse als beinahe letzter Mann von den Beinen geholt, doch der Schiedsrichter entschied fälschlicherweise auf Ball gespielt – eine gelbe Karte hätte Herthas Abwehrchef allerdings sehen müssen. Auch ein paar Minuten später, als der 23-Jährige gegen Rashica deutlich zu spät in den Zweikampf kam und den Bremer regelwidrig tackelte hätte es eine Verwarnung geben müssem. Zwei Szenen, in denen Stark viel Glück hatte.

Darüber hinaus machte der Innenverteidiger ein gutes Spiel, zeigte über 96 Minuten vollste Konzentration. Im Zweikampf, sowohl am Boden wie auch in der Luft, kaum zu besiegen, nahm Stark Werder-Stürmer Kruse oftmals komplett aus dem Spiel. Dazu kommt ein exzellentes Stellungsspiel, durch das Herthas Nummer fünf insgesamt sieben Aktion klärte, vier Bälle abfing und zwei Schüsse blockte. Stark war eindeutig als Manndecker für den variablen Kruse eingeteilt, sodass er eine immense Laufkraft aufwenden musste, ihm den Bremer Kapitän aus dem Spiel zu nehmen. 10,9 Kilometer rannte Stark am Samstag, nur zwei Herthaner waren ausdauernder. Zudem war das Aufbauspiel des Abwehrspielers durchaus offensiv angelegt und machte das Spiel seiner Mannschaft schneller.

Eine wirklich zufriedenstellende Leistung Starks, der allerdings von Glück reden konnte, nicht schon früh in der Partie verwarnt worden zu sein und somit sein Spiel nicht umstellen zu müssen.

Karim Rekik – Note: 2-

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Die wohl beste Leistung Rekiks seit seinem Comeback.

Wie bereits im letzten Hertha-BASE-Podcast besprochen, waren die bisherigen Vorstellungen Rekiks in der laufenden Rückrunde noch weit weg von dessen Leistungsoptimum. Gegen Bremen wirkte der Niederländer jedoch mental wie körperlich bei 100 Prozent, was zur Verzweiflung der Bremer Offensive führte.

Am Samstagabend war nahezu kein Durchkommen gegen Rekik – neun seiner elf Duelle gewann der 24-Jährige, in der Luft schenkte er keinen einzigen Zweikampf ab. Des Weiteren konnte der bullige Abwehrspieler vier Tackles, vier klärende Aktionen und zwei abgefangene Bälle verbuchen. Rekik wusste stets, wie er sich im Raum zu bewegen hatte und wann er in den Zweikampf gehen musste. Nur einmal hatte er schlechtes Timing bewiesen, als er für das Foul an Kruse verdient gelb sah. Rekik war stets auf der Höhe des Geschehens und erstickte viele gegnerische Angriffe bereits im Keim. Durch seine Arbeit war das Defensivzentrum für Bremen nicht zu erobern.

Die Form von Rekik scheint auf dem aufsteigenden Ast zu sein, Bremen war ein wichtiger Schritt für ihn.

Jordan Torunarigha – Note: 3

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung zeigte Torunarigha eine ansprechende Leistung.

Wie bereits gegen Gladbach spielte der 21-Jährige eine Mischposition – je nach Spielsituation agierte er entweder als Innen- oder Linksverteidiger. Diese Rolle erfordert viel Aufmerksamkeit und taktische Disziplin, die Torunarigha auch am 22. Spieltag aufbringen konnte. Er beging (wie Stark und Rekik) nur ein einziges Foul, gewann allerdings 80% seiner Zweikämpfe (100% in der Luft) und klärte zudem vier Spielszenen.

Zusammen mit Flügelpartner Mittelstädt nahm Torunarigha Bremens Eggestein und Gebre Selassie effektiv aus dem Spiel. Herthas Eigengewächs verletzte sich während der Partie allerdings an seinem ohnehin schon wackeligen Sprunggelenk und musste nach einem Versuch, aufs Feld zurückzukehren, ausgewechselt werden.

Wir wünschen Torunarigha gute Besserung und dass er genauso stark wiederkommt, wie er in den vergangenen Spiel gespielt hatte.

In unserer jüngst aufgenommen Podcast-Episode bewerten wir den Rückrundenstart der “alten Dame” und gehen dabei u.a. auf die bislang fehlende Konstanz ein:

PODCAST HB#79 Rückrundenstart Olé!

Mittelfeld

Fabian Lustenberger – Note: 4+

Foto: Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Im ersten Durchgang eine kampfstarke Leistung, im zweiten zu wenig Spielkontrolle.

Wie Hertha oftmals in der laufenden Spielzeit zeigte Lustenberger am Samstagabend zwei Gesichter, die sich in die jeweiligen Halbzeiten aufspalten lassen. In den ersten 45 Minuten präsentierte sich der Schweizer äußerst diszipliniert im Spiel gegen den Ball. Er beschäftigte Bremens Zentrale durchgängig und verschob sehr clever, um Lücken zuzumachen. Zudem war der 30-Jährige am Berliner Führungstreffer beteiligt, da er im Mittelfeld die Übersicht behielt und Duda gedankenschnell anspielte, welcher den vorletzten Pass zum 1:0 beisteuerte.

Diese Geistesgegenwärtigkeit konnte Lustenberger aber nicht wirklich über die Pause retten. Bremen bekam im Laufe des Spiels immer mehr Platz im Zentrum, wurde nicht mehr konsequent zugestellt, wodurch sich der Druck auf Herthas Vierer- bis Fünferkette erhöhte. Auch im Ballbesitzspiel baute der defensive Mittelfeldspieler ab, produzierte durch Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe immer mal wieder Ballverluste in der eigenen Hälfte. Letztendlich war es auch Lustenberger, der den Freistoß zum 1:1-Ausgleich verschuldete, auch wenn es nicht einfach gewesen wäre, Gegenspieler Sargent regelkonform zu stoppen.

Insgesamt war die Leistung Lustenbergers in der zweiten Halbzeit zu kopflos, wodurch er dazu beitrug, dass Hertha die Spielkontrolle abhanden ging.

Marko Grujic – Note: 4

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Es ist bislang nicht die Rückrunde des Marko Grujic. Auch gegen Bremen präsentierte er sich außer Form.

Schlampig – dieses Wort beschreibt den Auftritt des Serben am Samstagabend wohl am passendsten. Grujic ließ in vielen Momenten die entscheidende Körperspannung und Konzentration vermissen, sodass ihm zahlreiche Fehler unterliefen. Der 22-Jährige verlor über zwei Drittel seiner Zweikämpfe und wusste sich oftmals nur mit einem Foul zu behelfen – sechs waren es bei Spielende.

Normalerweise wird Grujic für seine immense Ruhe am Ball geschätzt, doch gegen Bremen war es eher Sorglosigkeit, die ihn mit der Kugel deutlich ineffektiver machte. Gerade einmal 70% seiner Zuspiele kamen an, die Hälfte seiner Fehlpässe fanden in der eigenen Hälfte statt. Immer wieder erlaubte sich die Liverpooler Leihgabe Unachtsamkeiten, die zu Ballverlusten führten. Er wirkte nur selten zu 100 Prozent bei der Sache. Zwar versuchte er, spielerisch etwas zu bewegen, wirklich gelingen wollte ihm aber kaum etwas. Zwei erfolglose Schüsse und keine weitere Torschussbeteiligung sind ungewöhnlich schwache Werte für Grujic. Während er sonst stets der Herr der Lage zu sein scheint, ging ihm am Samstag alles etwas zu schnell. Dass Hertha im zweiten Durchgang kaum noch Angriffe initiieren konnte, lag zum großen Teil an der schwachen Vorstellung des Mittelfeldmotors.

Man kann es als positiv erachten, dass sich die Mannschaft in den letzten zwei Spielen von der Einzelleistung Grujics emanzipieren konnte, dennoch ist die bisherige Rückrunde des Serben kritisch zu beäugen.

Valentino Lazaro – Note: 3-

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Offensiv konnte Lazaro nicht den gewohnten Drive entwickeln, allerdings zeigte er eine defensiv ansprechende Leistung.

Nach der abgesessenen Gelbsperre war klar, dass Lazaro zurück in die Startelf finden würde. Allerdings überraschte es beinahe ein wenig, dass Trainer Dardai ihn eins zu eins für den gegen Gladbach so starken Lukas Klünter brachte. Gegen Bremen war zu spüren, dass Lazaro der Spielrhythmus etwas verloren gegangen ist, denn in seinen Angriffsbemühungen wirkte der Österreicher etwas hüftsteifer als in den Wochen zuvor. Er entwickelte weniger gefährliche Szenen, legte nur einen Torschuss direkt auf. Zwar war sein Aufwand zu spüren, nur die Effizienz fehlte.

Wie beim Rest der Mannschaft war das Abwehrverhalten des 22-Jährigen allerdings famos. Lazaro bekam den formstarken Rashica gut in den Griff, sodass dieser kaum Gefahr entwickeln konnte. Elf seiner 18 Zweikämpfe konnte der Rechtsverteidiger für sich entscheiden, dazu kommen vier erfolgreiche Tacklings und zwei abgefangene Bälle. Als Bremens Trainer Kohfeldt Pizarro gebracht und Kruse zum neuen Gegenspieler von Lazaro gemacht hatte, waren größere Schwierigkeiten beim Österreicher zu sehen – große Lücken entstanden allerdings nicht.

Eine ordentliche, aber wenig brillierende Vorstellung Lazaros.

Maxi Mittelstädt – Note: 3

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

Im Abwehrverhalten machte Mittelstädt auch am Samstag kaum jemand etwas vor, nur nach vorne wollte nicht allzu viel gelingen.

Über zwei Drittel seiner Zweikämpfe gewann der 21-Jährige gegen die Jungs von der Weser, hinzu kommen sechs (!) erfolgreiche Tackles und vier abgefangene Bälle – jeweils Topwerte seiner Mannschaft. Im Spiel gegen den Ball war das Berliner Eigengewächs einmal mehr eine Bank, indem er auffällig klug verschob und exzellentes Timing bei seinen Zweikämpfen und wie Läufen in den gegnerischen Pass bewies. So unterband Mittelstädt zahlreiche Bremer Angriffsversuche frühzeitig und leitete Umschaltaktionen für die Blau-Weißen ein.

Sein großes Problem war die Genauigkeit in seinen Offensivaktionen – gerade einmal 44% (32% in der gegnerischen Hälfte) seiner Pässe kamen an, eine wirklich gruselige Bilanz, die so viele Angriffsmöglichkeiten vernichtete, wie sie sich Mittelstädt zuvor durch starkes Abwehrverhalten erarbeitet hatte. So wurde die linke zu einer toten Seite, denn durch Mittelstädts Leistung konnte weder Bremen noch Hertha selbst etwas über diese Flanke kreieren. Drei misslungene Flanken und keine Torschussbeteiligung verbuchte Herthas Nummer 17 – zu dünn für seine Position.

Aufgrund der vorbildlichen Defensivarbeit, aber offensiv so schwachen Vorstellung war es ein insgesamt ordentlicher Auftritt Mittelstädts.

Ondrej Duda – Note: 2

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Der Slowake spielte eine herausragende erste Halbzeit, baute im zweiten Durchgang jedoch ab.

Die ersten 45 Minuten waren die des Ondrej Duda. Nahezu jede Offensivaktion der “alten Dame” lief über die Nummer zehn, von ihm ging eine ungeheure Präsenz aus. Beispielsweise Herthas erste vielversprechende Offensivszene leitete Duda durch eine geniale Seitenverlagerung auf Lazaro ein, dessen Pass von Selke jedoch nicht genutzt werden konnte. Auch beim Herthaner Führungstreffer spielte Duda den vorletzten Pass, mit dem er Kalou durch die Schnittstelle mustergültig anspielte und so das Feld für den Ivorer und Selke öffnete. In der 37. Minute erzielte der 24-Jährige dann beinahe selbst einen Treffer, sein technisch anspruchsvoll getretener Freistoß landete jedoch nur an der Latte.

Vier Schüsse (ein Freistoß, dreimal geblockt), drei Torschussvorlagen, sieben erfolgreiche Dribblings und acht Ballsicherungen – die Bilanz von Duda in diesem Spiel liest sich prächtig. Dazu kommt, dass sich der Slowake einmal mehr nicht für die Defensivarbeit zu schade war, so lief er die meisten Meter (11,74 km) und versuchte durchgängig in die Zweikämpfe mit Klaasen und co. zu kommen. Seine zweite Halbzeit war auch aufgrund der nun sehr tief stehenden Berliner Mannschaft kaum noch von sehenswerten Offensivaktionen geprägt, weshalb sein Spiel deutlich abflachte. Duda schaffte es im zweiten Durchgang zunehmend nicht mehr, für spielerische Entlastung zu sorgen und so wurde er mit jeder Minute unsichtbarer.

Sicherlich war Dudas Auftritt im zweiten Durchgang unspektakulär, aufgrund der ersten Halbzeit ist es jedoch eine wirklich gute Leistung gewesen.

Sturm

Salomon Kalou – Note: 3+

Foto: Boris Streubel/Bongarts/Getty Images

In der Rolle als hängende Spitze erfüllte Kalou seine Aufgabe absolut zufriedenstellend, wenn auch nicht über 90 Minuten.

Die Zielsetzung für den Ivorer war am Samstag sehr klar formuliert: sei die Verbindungsstelle zwischen Duda und Selke. Ständig in Halbräumen unterwegs und hinter Herthas bulligen Mittelstürmer schleichend, agierte Kalou als wichtige Station in Berlins Angriffen. So legte der 33-Jährige den Treffer für Selke selbstlos auf, auch wenn sein Zuspiel etwas genauer hätte sein können.

Insgesamt vier Torschüsse bereitete Kalou vor, so viele wie kein anderer Spieler auf dem Feld. Der Routinier bewies seine hohe Spielintelligenz wie Übersicht und war somit ein ständiger Gefahrenherd für Werders Defensive. Im zweiten Durchgang konnte Kalou dieses Niveau allerdings nicht mehr halten, lief vielen Bällen hinterher und wirkte vom Spiel abgemeldet. So war sein Arbeitstag nach knapp 80 Minuten beendet.

Eine ordentliche Vorstellung des Ivorers, der Selkes Treffer aufgelegt und auch sonst viele gute Chancen initiiert hatte.

Davie Selke – Note: 2+

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Herthas Mittelstürmer spielt sich in einen echten Lauf.

In nun drei Pflichtspielen am Stück hat Selke jeweils einen Treffer erzielt. Gegen seinen Ex-Verein hatte der 24-Jährige bereits nach 20 Minuten die Chance dazu, sein erster Versuch des Spiels landete allerdings nur am rechten Pfosten. Vier Minuten machte es Selke besser, erlief den ungenauen Pass von Kalou mit riesigen Schritten und blieb vor SVW-Keeper Pavlenka cool genug, um den Ball links an ihm vorbei ins Tor zu schieben.

Es zeigte sich gegen Bremen einmal mehr, warum Selke solch ein gefährlicher Konterspieler und der aktuell vielleicht beste Stürmer Deutschlands ist: sobald er den Ball im Vollsprint kontrolliert, ist er kaum noch aufzuhalten. Er gewann 80% seiner Zweikämpfe, zwei Drittel seiner Kopfballduelle und legte einen Torschuss direkt auf. Nach dem Pausentee bekam die Nummer 27 allerdings kaum noch brauchbare Zuspiele und so konnte Selke dem Spiel nur noch wenig seinen Stempel aufdrücken. Teilweise fehlte es ihm etwas an Ruhe, um Bälle festzumachen und so Zeit von der Uhr zu nehmen.

Alles in allem ein weiterer sehr starker Auftritt von Davie Selke, der sich in einer beeindruckenden Form befindet.

Einwechslungen

Per Skjelbred – Note: 4

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Der Norweger hatte nur noch wenig Einfluss auf die Partie.

Pal Dardai musste auf die Verletzung Torunarighas reagieren und wechselte Skjelbred für den Innenverteidiger ein, dessen Position daraufhin von Lustenberger ausgeübt wurde.

Skjelbred tat das, was er am besten kann: laufen, kämpfen, kratzen. Dabei stellte sich der 31-Jährige auch gewohnt gut an, allerdings fehlte ihm die Ruhe am Ball, um sich aus dem immer höher werdenden Druck der Bremer befreien zu können.

Skjelbred fügte sich ordentlich ein, viel mehr gibt es über seine 33 Minuten Einsatzzeit nicht zu sagen.

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