Hertha BSCVorbericht

Hertha BSC – Borussia Dortmund: Hertha in der Lieblingsrolle

Die Ernüchterung ist groß. Nachdem infolge des 2:1-Erfolgs gegen Mainz wieder Hoffnung im blau-weißen Lager ob der Aussicht auf das internationale Geschäft aufkeimte, ist spätestens nach der jüngsten Niederlage in Freiburg klar, dass Hertha wohl eine weitere Saison im Niemandsland verbringen wird. Schaut man dann noch auf die nächsten beiden Partien, in denen es gegen Dortmund und Leipzig geht, könnte man meinen, den Blick eher nach unten richten zu sollen. Zur so wechselhaften Saison Herthas gehört allerdings auch, dass gerade diese Spiele der Mannschaft von Pal Dardai liegen.

Zur Vorbereitung auf das Spiel am Samstagabend haben wir mit Dortmund-Expertin Caroline von schwatzgelb.de gesprochen und sie zur Situation beim BVB befragt.

Der erschreckend schnelle Erfolg

Dortmund-Trainer Lucien Favre
Ex-Herthacoach Favre erlebte mit Dortmund einen Traumstart in die Saison. (Quelle:
Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Alles ging schneller als gedacht. Nach der verkorksten Saison, in der man in der zweiten Saisonhälfte unter Peter Stöger Fußball zum Abgewöhnen spielte, sich damit aber immerhin noch in die Champions League rettete, folgte im Sommer der radikale Umbruch. Neue Spieler, neuer Trainer, mehr sportliche Kompetenz in der Führungsetage. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen waren beeindruckend. Zwischenzeitlich neun Punkte Vorsprung auf den FC Bayern ließen nicht nur im Fanlager der Borussen Hoffnung aufkeimen, dass die einschläfernde Dominanz des Branchen-Primus endlich ein Ende haben könnte. In dieser Phase funktioniere fast alles. Marco Reus war in der Form seines Lebens, die Neuzugänge, allen voran Axel Witsel, schlugen von Tag Eins an voll ein und die Spielidee von Lucien Favre wurde früher als erwartet deutlich auf dem Feld sichtbar. Hinzu kam, dass sich die Mannschaft auch von Rückstanden wie gegen Leverkusen und München nicht aus der Fassung bringen ließ und besonders in der Schlussphase stets noch in der Lage war, einen Gang hochzuschalten und das Spiel zu den eigenen Gunsten zu drehen. Doch dieses Selbstverständnis aus der Hinrunde ist mittlerweile passé und damit auch die Tabellenführung.

Dortmund und die verflixten 4 Wochen

So verspielte Dortmund mit Start des Februars durch das Ausscheiden in Pokal und Champions League zwei – zumindest theoretische – Titelchancen und gab gleichzeitig den Platz an der Sonne in der Bundesliga gen Süden ab. Im Vorfeld der aktuellen Saison hätte man eine solche Tabellenkonstellation zu diesem Zeitpunkt der Spielzeit wohl mit Kusshand genommen, wie auch Caroline klar macht: “Auch nach der Saison – sollte es so kommen – wird man mit der Vizemeisterschaft zufrieden sein. Niemand hat im Sommer 2018 damit gerechnet, dass es am Ende einen anderen Deutschen Meister geben könnte als den FC Bayern München. Es ist nicht schlimm, wenn wir dieses Jahr nicht Meister werden.“ Gleichzeitig sieht sie aber auch, sollte man im Mai nicht an der Spitze stehen, die verpasste Chance: “Schlimm ist nur, dass wir vermutlich in den nächsten Jahren nicht die Chance bekommen werden, denn der FC Bayern München wird diese Saison und den zwischenzeitlichen Rückstand nicht auf sich sitzen lassen. Man wird im Sommer wieder aufrüsten und vermutlich auf Jahre hinweg wieder unschlagbar werden. Wenn du es dieses Jahr nicht machst, dann machst du es erstmal gar nicht.“ Jedoch liegt genau in dieser Gemengelage auch eine Chance für Dortmund. Liest man sich die regionale und überregionale Berichterstattung durch, scheint niemand mehr daran zu glauben, dass sich der FC Bayern die Meisterschaft noch nehmen lässt. So war es auch vor der Saison, bis der BVB die Bayern plötzlich in die ungewohnte Verfolgerrolle drängte. Es ist nicht undenkbar, dass das Team von Lucien Favre besser darin ist, Erwartungen zu übertreffen als mit dem Druck, etwas gewinnen zu müssen, umzugehen. So hat auch Caroline die Hoffnung, dass sich dadurch “vielleicht […] noch etwas in den Köpfen [bewegt]: Nun hat man nichts mehr zu verlieren, sondern etwas zu gewinnen.“

Plötzlich vom Pech verfolgt

Die Verletzung von Marco Reus war für den BVB nicht zu kompensieren (Quelle:
Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images )

Nun ist es auch keineswegs so, als könnte man die schwachen Ergebnisse der letzten Wochen nicht plausibel erklären. Während Dortmund in der Hinrunde vom Verletzungspech verschont blieb, drehten sich die Vorzeichen in der Rückrunde komplett. Mit Akanji und Zagadou fielen zeitgleich die beiden Stamm-Innenverteidiger aus der Hinrunde aus. Auch Ex-Herthaner Lukasz Pisczek war vor seinen Fersenproblemen in bestechender Form. Ungleich schwerer wog jedoch wohl der Ausfall des in dieser Spielzeit einmal mehr überragenden Kapitäns Marco Reus. Auch Dortmund-Fan Caroline unterstreicht dessen Wichtigkeit und die Auswirkungen seiner Verletzung: „Es ist keine Überraschung, dass die Ergebnisflaute mit der Verletzung von Marco Reus ihren Lauf nahm. Er fehlte nicht nur als Spielertyp und Scorer, sondern auch als Kapitän und Antreiber – sein Wert für die Mannschaft wurde auch gegen Stuttgart wieder deutlich: übernimmt Verantwortung und verwandelt den Elfer zum 1:0, rüttelt seine Mitspieler bei schwacher Defensivleistung lautstark wach.“ Mit den zahlreichen Verletzungen ging auch die Problematik einher, dass der in der Hinrunde noch so breit wirkende Kader auf einmal sehr überschaubar wurde. So sagt Caroline: „Während man in der Hinrunde Favre zurecht noch für seine Einwechslungen loben konnte, die immer direkt den Unterschied zu machen schienen, mangelt es aktuell an Tiefe im Kader. Selten hat man das Gefühl, man könnte jetzt noch durch einen Einwechselspieler eine signifikante Verbesserung herbeiführen.“

Dortmunds Probleme mit den „Kleinen“

Ein weiteres Muster, das sich unabhängig von den Verletzungssorgen in dieser Saison abzeichnet, ist, dass der BVB gerade gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte seine Sorgen hat. So musste man sich mit Hannover und Nürnberg die Punkte teilen und verlor gar in Düsseldorf und Augsburg. Den Grund hierfür sieht unsere BVB-Expertin in fehlender Kreativität und der Abstinenz eines zweiten Plans: „Nüchtern betrachtet, muss man leider feststellen, dass der Mannschaft herzlich wenig einfällt, wenn der Gegner tief in der eigenen Hälfte steht und sich den Spielplan „Mauern“ auf die Fahnen geschrieben hat. Es mangelt an Kreativität in der Offensive und an Schnelligkeit, die den Gegner auch mal überrascht. So zeigt sich häufig eine Spielweise, die man sonst eher aus dem Handball kennt: Um den Strafraum herum wird der Ball munter von einer Seite zur anderen verschoben in der Hoffnung, dass vielleicht der nächste Passempfänger eine kreative Idee hat. Dabei kommen die Pässe mit einer Vorhersehbarkeit, die jeglichen Überraschungseffekt im Keim erstickt. So lässt sich auch keine Schnelligkeit entwickeln, und selbst wenn man mal in die Verlegenheit kommt, schnell über die Außen nach vorne zu spielen, lassen auch die Außenverteidiger oftmals vermissen, dass man bis zur Grundlinie vordringt, oder durch Überlaufen Freiräume schafft. Stattdessen wird der Ball lieber noch mal eine Reihe zurückgespielt, bis der Gegner sich wieder im Strafraum versammelt hat. Auch mit der Brechstange wird es aufgrund der Kaderplanung nicht funktionieren: Paco Alcácer lehrt mit seinen 1,75m den Innenverteidigern nicht gerade das Fürchten. Auch die restlichen Offensivspieler können sich bei einer Flanke in den Strafraum kaum gegen robuste, großgewachsene Verteidiger durchsetzen – dafür müsste man sie schon sträflich freilassen.“

Hertha in der geliebten Rolle

Gegen die großen Mannschaften der Liga hat Pal Dardai in der Regel allen Grund zur Freude
(Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images )

Dass Pal Dardai gegen Dortmund den Bus parken wird, muss Lucien Favre allerdings kaum befürchten. Immerhin hat Hertha gerade in dieser Saison wieder gezeigt, wie gut man gegen die Spitzenteams der Liga mithalten kann und dass man, so man denn will, auch durchaus selbst in der Lage ist, ansehnlichen Offensivfußball aufs Parkett zu zaubern. So sehr man hinterfragen darf und sollte, warum man es gegen Teams wie Bayern, Dortmund und Gladbach regelmäßig schafft, den Gegner zu überraschen und den eigenen Anhang zu begeistern, um es dann gegen Freiburg und Stuttgart wieder in den Sand zu setzen, so viel Hoffnung darf es mit Blick auf den Samstagabend umgekehrt machen, dass man dem Tabellenzweiten im vollen Olympiastadion Paroli bieten wird. Auch die Rückkehr von Lazaro, Selke, Leckie und Darida ist dabei sicherlich nicht von Nachteil.

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Die Ernüchterung ist groß. Nachdem infolge des 2:1-Erfolgs gegen Mainz wieder Hoffnung im blau-weißen Lager ob der Aussicht auf das internationale Geschäft aufkeimte, ist spätestens nach der jüngsten Niederlage in Freiburg klar, dass Hertha wohl eine weitere Saison im Niemandsland verbringen wird. Schaut man dann noch auf die nächsten beiden Partien, in denen es gegen Dortmund und Leipzig geht, könnte man meinen, den Blick eher nach unten richten zu sollen. Zur so wechselhaften Saison Herthas gehört allerdings auch, dass gerade diese Spiele der Mannschaft von Pal Dardai liegen.

Zur Vorbereitung auf das Spiel am Samstagabend haben wir mit Dortmund-Expertin Caroline von schwatzgelb.de gesprochen und sie zur Situation beim BVB befragt.

Der erschreckend schnelle Erfolg

Dortmund-Trainer Lucien Favre
Ex-Herthacoach Favre erlebte mit Dortmund einen Traumstart in die Saison. (Quelle:
Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Alles ging schneller als gedacht. Nach der verkorksten Saison, in der man in der zweiten Saisonhälfte unter Peter Stöger Fußball zum Abgewöhnen spielte, sich damit aber immerhin noch in die Champions League rettete, folgte im Sommer der radikale Umbruch. Neue Spieler, neuer Trainer, mehr sportliche Kompetenz in der Führungsetage. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen waren beeindruckend. Zwischenzeitlich neun Punkte Vorsprung auf den FC Bayern ließen nicht nur im Fanlager der Borussen Hoffnung aufkeimen, dass die einschläfernde Dominanz des Branchen-Primus endlich ein Ende haben könnte. In dieser Phase funktioniere fast alles. Marco Reus war in der Form seines Lebens, die Neuzugänge, allen voran Axel Witsel, schlugen von Tag Eins an voll ein und die Spielidee von Lucien Favre wurde früher als erwartet deutlich auf dem Feld sichtbar. Hinzu kam, dass sich die Mannschaft auch von Rückstanden wie gegen Leverkusen und München nicht aus der Fassung bringen ließ und besonders in der Schlussphase stets noch in der Lage war, einen Gang hochzuschalten und das Spiel zu den eigenen Gunsten zu drehen. Doch dieses Selbstverständnis aus der Hinrunde ist mittlerweile passé und damit auch die Tabellenführung.

Dortmund und die verflixten 4 Wochen

So verspielte Dortmund mit Start des Februars durch das Ausscheiden in Pokal und Champions League zwei – zumindest theoretische – Titelchancen und gab gleichzeitig den Platz an der Sonne in der Bundesliga gen Süden ab. Im Vorfeld der aktuellen Saison hätte man eine solche Tabellenkonstellation zu diesem Zeitpunkt der Spielzeit wohl mit Kusshand genommen, wie auch Caroline klar macht: “Auch nach der Saison – sollte es so kommen – wird man mit der Vizemeisterschaft zufrieden sein. Niemand hat im Sommer 2018 damit gerechnet, dass es am Ende einen anderen Deutschen Meister geben könnte als den FC Bayern München. Es ist nicht schlimm, wenn wir dieses Jahr nicht Meister werden.“ Gleichzeitig sieht sie aber auch, sollte man im Mai nicht an der Spitze stehen, die verpasste Chance: “Schlimm ist nur, dass wir vermutlich in den nächsten Jahren nicht die Chance bekommen werden, denn der FC Bayern München wird diese Saison und den zwischenzeitlichen Rückstand nicht auf sich sitzen lassen. Man wird im Sommer wieder aufrüsten und vermutlich auf Jahre hinweg wieder unschlagbar werden. Wenn du es dieses Jahr nicht machst, dann machst du es erstmal gar nicht.“ Jedoch liegt genau in dieser Gemengelage auch eine Chance für Dortmund. Liest man sich die regionale und überregionale Berichterstattung durch, scheint niemand mehr daran zu glauben, dass sich der FC Bayern die Meisterschaft noch nehmen lässt. So war es auch vor der Saison, bis der BVB die Bayern plötzlich in die ungewohnte Verfolgerrolle drängte. Es ist nicht undenkbar, dass das Team von Lucien Favre besser darin ist, Erwartungen zu übertreffen als mit dem Druck, etwas gewinnen zu müssen, umzugehen. So hat auch Caroline die Hoffnung, dass sich dadurch “vielleicht […] noch etwas in den Köpfen [bewegt]: Nun hat man nichts mehr zu verlieren, sondern etwas zu gewinnen.“

Plötzlich vom Pech verfolgt

Die Verletzung von Marco Reus war für den BVB nicht zu kompensieren (Quelle:
Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images )

Nun ist es auch keineswegs so, als könnte man die schwachen Ergebnisse der letzten Wochen nicht plausibel erklären. Während Dortmund in der Hinrunde vom Verletzungspech verschont blieb, drehten sich die Vorzeichen in der Rückrunde komplett. Mit Akanji und Zagadou fielen zeitgleich die beiden Stamm-Innenverteidiger aus der Hinrunde aus. Auch Ex-Herthaner Lukasz Pisczek war vor seinen Fersenproblemen in bestechender Form. Ungleich schwerer wog jedoch wohl der Ausfall des in dieser Spielzeit einmal mehr überragenden Kapitäns Marco Reus. Auch Dortmund-Fan Caroline unterstreicht dessen Wichtigkeit und die Auswirkungen seiner Verletzung: „Es ist keine Überraschung, dass die Ergebnisflaute mit der Verletzung von Marco Reus ihren Lauf nahm. Er fehlte nicht nur als Spielertyp und Scorer, sondern auch als Kapitän und Antreiber – sein Wert für die Mannschaft wurde auch gegen Stuttgart wieder deutlich: übernimmt Verantwortung und verwandelt den Elfer zum 1:0, rüttelt seine Mitspieler bei schwacher Defensivleistung lautstark wach.“ Mit den zahlreichen Verletzungen ging auch die Problematik einher, dass der in der Hinrunde noch so breit wirkende Kader auf einmal sehr überschaubar wurde. So sagt Caroline: „Während man in der Hinrunde Favre zurecht noch für seine Einwechslungen loben konnte, die immer direkt den Unterschied zu machen schienen, mangelt es aktuell an Tiefe im Kader. Selten hat man das Gefühl, man könnte jetzt noch durch einen Einwechselspieler eine signifikante Verbesserung herbeiführen.“

Dortmunds Probleme mit den „Kleinen“

Ein weiteres Muster, das sich unabhängig von den Verletzungssorgen in dieser Saison abzeichnet, ist, dass der BVB gerade gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte seine Sorgen hat. So musste man sich mit Hannover und Nürnberg die Punkte teilen und verlor gar in Düsseldorf und Augsburg. Den Grund hierfür sieht unsere BVB-Expertin in fehlender Kreativität und der Abstinenz eines zweiten Plans: „Nüchtern betrachtet, muss man leider feststellen, dass der Mannschaft herzlich wenig einfällt, wenn der Gegner tief in der eigenen Hälfte steht und sich den Spielplan „Mauern“ auf die Fahnen geschrieben hat. Es mangelt an Kreativität in der Offensive und an Schnelligkeit, die den Gegner auch mal überrascht. So zeigt sich häufig eine Spielweise, die man sonst eher aus dem Handball kennt: Um den Strafraum herum wird der Ball munter von einer Seite zur anderen verschoben in der Hoffnung, dass vielleicht der nächste Passempfänger eine kreative Idee hat. Dabei kommen die Pässe mit einer Vorhersehbarkeit, die jeglichen Überraschungseffekt im Keim erstickt. So lässt sich auch keine Schnelligkeit entwickeln, und selbst wenn man mal in die Verlegenheit kommt, schnell über die Außen nach vorne zu spielen, lassen auch die Außenverteidiger oftmals vermissen, dass man bis zur Grundlinie vordringt, oder durch Überlaufen Freiräume schafft. Stattdessen wird der Ball lieber noch mal eine Reihe zurückgespielt, bis der Gegner sich wieder im Strafraum versammelt hat. Auch mit der Brechstange wird es aufgrund der Kaderplanung nicht funktionieren: Paco Alcácer lehrt mit seinen 1,75m den Innenverteidigern nicht gerade das Fürchten. Auch die restlichen Offensivspieler können sich bei einer Flanke in den Strafraum kaum gegen robuste, großgewachsene Verteidiger durchsetzen – dafür müsste man sie schon sträflich freilassen.“

Hertha in der geliebten Rolle

Gegen die großen Mannschaften der Liga hat Pal Dardai in der Regel allen Grund zur Freude
(Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images )

Dass Pal Dardai gegen Dortmund den Bus parken wird, muss Lucien Favre allerdings kaum befürchten. Immerhin hat Hertha gerade in dieser Saison wieder gezeigt, wie gut man gegen die Spitzenteams der Liga mithalten kann und dass man, so man denn will, auch durchaus selbst in der Lage ist, ansehnlichen Offensivfußball aufs Parkett zu zaubern. So sehr man hinterfragen darf und sollte, warum man es gegen Teams wie Bayern, Dortmund und Gladbach regelmäßig schafft, den Gegner zu überraschen und den eigenen Anhang zu begeistern, um es dann gegen Freiburg und Stuttgart wieder in den Sand zu setzen, so viel Hoffnung darf es mit Blick auf den Samstagabend umgekehrt machen, dass man dem Tabellenzweiten im vollen Olympiastadion Paroli bieten wird. Auch die Rückkehr von Lazaro, Selke, Leckie und Darida ist dabei sicherlich nicht von Nachteil.

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