Bundesliga

Hoffnungslos in Hoffenheim? TSG Hoffenheim – Hertha BSC

Nach einer enttäuschenden Niederlage gegen Düsseldorf und der darauf folgenden turbulenten Woche, in der intensiv darüber diskutiert wurde, ob Pal Dardai noch eine Zukunft bei Hertha BSC haben kann, spielen die Herthaner am Sonntag gegen die gut aufgelegte TSG Hoffenheim – auf dem Papier ein anscheinend hoffnungsloses Unterfangen.

Marco vom hoffenheimblog.de stand uns Rede und Antwort, damit wir einen besseren Blick auf die TSG bekommen und verstehen, warum es für Hoffenheim aktuell so gut läuft.

Der Abschied hat keine negativen Auswirkungen

Nachdem Julian Nagelsmann bereits im Sommer 2018 seinen Abschied aus Hoffenheim für 2019 ankündigte, bestand durchaus die Gefahr, dass er im Laufe der Saison zu einer lame duck wird und dies Auswirkungen auf die sportliche Leistung der Mannschaft haben kann. “Es war sicher ein gewisses Risiko dabei den Wechsel nach Leipzig so früh zu verkünden” meint Marco. “Zu Beginn der Saison war dieses Thema dann relativ schnell in den Hintergrund geraten, da man mit drei Wettbewerben ausreichend genug Stoff für Stories hatte.” In der Champions League hat man sich durchaus beachtlich gegen Manchester City und Olympique Lyon geschlagen, ist jedoch als Gruppenletzter ausgeschieden. Im Pokal war bereits in der zweiten Runde gegen RB Leipzig Schluss. Marco sieht im Abschied von Nagelsmann auch etwas positives: “Jetzt – zum Ende der Saison – wollen sicher alle nochmals einen tollen Abschluss für die Mannschaft und den Trainer.”

Fokussiert in den Saisonendspurt: Julian Nagelsmann (Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Aktuell geht für die Kraichgauer darum, die Saison noch zu vergolden und den Einzug ins europäischer Geschäft zu schaffen. Die Chancen dafür stehen durchaus gut, denn Hoffenheim kommt zuletzt immer mehr in Fahrt. Die TSG verlor nur zwei der letzten 21 Bundesligaspiele (2:3 gegen Frankfurt und 1:3 gegen Bayern) und steht aktuell auf Platz 7 mit einem Punkt Rückstand auf Platz 6 und sechs Punkten Rückstand auf Platz 4. Dabei können die Hoffenheimer Europa noch aus eigener Kraft klarmachen, denn sie spielen noch gegen Wolfsburg (Heim), Gladbach (Auswärts) und Bremen (Heim).

Hoffenheimer Offensivspektakel

Sinnbildlich für das derzeitige sportliche Hoch der TSG stehen zwei Namen: Andrej Kramaric und Ishak Belfodil. Die beiden Stürmer erzielten zusammen elf der letzten zwölf Hoffenheimer Bundesliga-Tore (plus ein Eigentor von Leverkusen). “Es ist wirklich beeindruckend, wie sich die beiden zusammen entwickelt haben. Es gab eine Phase in der Saison, da dachte man, dass die beiden das Tor gar nicht mehr treffen werden.” Das die beiden das Tor noch sehr gut treffen können, haben sie zuletzt beim 4:0 gegen Augsburg und 4:1 gegen Leverkusen eindrucksvoll gezeigt.

Andrej Kramaric und Ishak Belfodil (Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Doch nicht nur Kramaric und Belfodil sind gut drauf, auch die gesamte Offensive der Hoffenheimer läuft in dieser Saison auf Hochtouren. Die TSG hat nach den Bayern und Dortmund die drittmeisten Tore in der Liga (58) erzielt – im Schnitt 2,07 pro Spiel. Doch diese Offensivpower hat auch ihre Kehrseiten. So schaffte es die TSG bislang nur in vier Spielen zu Null zu spielen. Marco sieht das entspannt: “Hoffenheim steht für Spektakel und für die Zuschauer ist es am Ende sicher auch attraktiver, wenn wir drei Tore kassieren und mindestens vier schießen.”

Hertha schwach wie lange nicht mehr

Das Problem dabei für die Hertha: es ist so einfach wie schon lange nicht mehr, gegen die Berliner Tore zu schießen. Aktuell steht das Team von Pal Dardai schon bei 46 Gegentoren – das sind genauso viele wie in der kompletten Vorsaison. Mehr Gegentore nach 28. Spieltagen hatte Berlin zuletzt in der Saison 2011/12 kassiert (52).

Auch warten Manager Preetz und Trainer Dardai nach dem desaströsen 5:0 in Leipzig und der verdienten Niederlage gegen Düsseldorf immer noch auf eine Reaktion der Mannschaft. Die Berliner stehen nun bei vier Niederlagen in Folge. Es ist die geteilt längste Niederlagenserie unter Pal Dardai (ebenfalls 4 Niederlagen im April/Mai 2016). Mehr Bundesliga-Niederlagen in Serie gab es letztmals im Januar/Februar 2012 (6).

Ist noch irgendjemand da?

Der Druck auf die Mannschaft und die Verantwortlichen der Hertha ist also immens. Und die Personalsituation von Hertha macht das Unterfangen in Hoffenheim nicht leichter. Von den gelernten zentralen Mittelfeldspielern steht aktuell nur noch Per Skjelbred zur Verfügung. Marko Grujic, Arne Maier, Fabian Lustenberger und Vladimir Darida sind verletzt, Ondrej Duda gelbgesperrt. Die Lage scheint insgesamt hoffnungslos.

Pal Dardai reagiert auf die Misere pragmatisch, indem er Maximilian Mittelstädt neben Skjelbred aufstellt. „Maxi wird das gut machen, da bin ich überzeugt“, verkündete Dardai auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Ob er damit mehr dem Spieler oder sich selbst Mut zuspricht, wird dabei nicht klar. Zur Not könnte auch Lazaro ins defensive Mittelfeld rücken, wahrscheinlich wird der Österreicher im Mittelfeld auflaufen, um dort das Offensivspiel mit anzukurbeln. Oldie Kalou wird den offensiven Part im Mittelfeld übernehmen und dort Duda ersetzen.

Plattenhardt drängt in die Startelf (Foto:  Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Für mehr Stabilität in der zuletzt arg gebeutelten Defensive könnte Marvin Plattenhardt sorgen. Der Linksverteidiger steht vor seiner Rückkehr in die Startelf. Seit zwei Monaten hatte Platte kein Spiel mehr für die Hertha absolviert – nun scheint er sich wieder mit Leistungen im Training in die Mannschaft gekämpft zu haben.

Back to the Basics

Alles spricht dafür, dass Hertha im altbekannten 4-2-3-1 auflaufen wird. Dardai kündigte auf der Pressekonferenz an, besonders auf die Balleroberungen und Umschaltmomente und damit auf das Konterspiel zu setzen. In dieser Saison sind den Berlinern bereits fünf Tore nach Kontern gelungen. Rückkehrer Javairo Dilrosun, der gegen Düsseldorf 20 Minuten spielen konnte, könnte mit seiner Geschwindigkeit und Dribbelstärke hierbei behilflich sein. Angesichts der Verletztenliste bleibt den Herthanern nicht vielmehr übrig, als es mit “Hinten sicher stehen und kontern” zu versuchen.

Über Dilrosun könnten in Hoffenheim die Konter laufen (Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Umschaltmomente? Die zu verhindern, ist Hoffenheims Stärke

Doch hier liegt gerade die große Stärke der TSG. Nagelsmann führt die aktuelle Erfolgsphase auch darauf zurück, dass das “Gegenpressing stärker geworden [ist] als in den Wochen zuvor, wir lassen den Gegner nicht mehr so klar in Umschaltsituationen kommen.” Die Hoffenheimer verhindern mit ihrem hohen Gegenpressing konsequent potentielle Kontersituationen. Dies lässt sich auch mit beeindruckenden Zahlen belegen: Hoffenheim hat bislang nur zwei Gegentore nach Kontern und die viertwenigsten Gegentore aus dem Spiel heraus kassiert (22). Um Kontersituationen schon früh zu unterbinden, ziehen sie zudem ligaweit die zweitmeisten Fouls pro Spiel (13,9) – jedoch meist weit weg vom eigenen Strafraum und damit in ungefährlichen Zonen.

Hoffenheim braucht die Punkte und ist motiviert

Marco warnt davor, das Spiel gegen Hertha automatisch als einen Selbstläufer zu betrachten: “Wir haben in dieser Saison schon einige Spiele daheim gehabt, wo ich am Ende die Frage hatte ‘Warum haben wir jetzt keine 3 Punkte mehr auf dem Konto?'” Trotzdem erhofft er sich einen Heimsieg: “Ich nehme auch gerne ein schmutziges 1:0. Für uns zählen Punkte.”

Die Zuversicht von Marco ist nicht unbegründet. Seit sechs Bundesligaspielen ist Hoffenheim gegen Hertha unbesiegt (3 Siege, 3 Remis). Hertha konnte nur eines der letzten sieben Auswärtsspiele im Kraichgau gewinnen – ansonsten gab es zwei Remis und vier Heimsiege für Hoffenheim.

Was spricht für Hertha? Augenscheinlich wenig. Die Mannschaft ist verunsichert, der Trainer angezählt und die Personallage gibt die Taktik vor. Tabellarisch geht es für Hertha um nichts mehr. Niemand erwartet, dass die Herthaner bei den starken Hoffenheimern etwas holen. Und doch kann gerade diese Situation für die Mannschaft befreiend sein. Wunder gibt es im Fußball immer wieder und vielleicht können die Herthaner mit einen Remis oder sogar einen Sieg die Hoffnung (auf bessere Zeiten) nach Berlin zurückholen.

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Nach einer enttäuschenden Niederlage gegen Düsseldorf und der darauf folgenden turbulenten Woche, in der intensiv darüber diskutiert wurde, ob Pal Dardai noch eine Zukunft bei Hertha BSC haben kann, spielen die Herthaner am Sonntag gegen die gut aufgelegte TSG Hoffenheim – auf dem Papier ein anscheinend hoffnungsloses Unterfangen.

Marco vom hoffenheimblog.de stand uns Rede und Antwort, damit wir einen besseren Blick auf die TSG bekommen und verstehen, warum es für Hoffenheim aktuell so gut läuft.

Der Abschied hat keine negativen Auswirkungen

Nachdem Julian Nagelsmann bereits im Sommer 2018 seinen Abschied aus Hoffenheim für 2019 ankündigte, bestand durchaus die Gefahr, dass er im Laufe der Saison zu einer lame duck wird und dies Auswirkungen auf die sportliche Leistung der Mannschaft haben kann. “Es war sicher ein gewisses Risiko dabei den Wechsel nach Leipzig so früh zu verkünden” meint Marco. “Zu Beginn der Saison war dieses Thema dann relativ schnell in den Hintergrund geraten, da man mit drei Wettbewerben ausreichend genug Stoff für Stories hatte.” In der Champions League hat man sich durchaus beachtlich gegen Manchester City und Olympique Lyon geschlagen, ist jedoch als Gruppenletzter ausgeschieden. Im Pokal war bereits in der zweiten Runde gegen RB Leipzig Schluss. Marco sieht im Abschied von Nagelsmann auch etwas positives: “Jetzt – zum Ende der Saison – wollen sicher alle nochmals einen tollen Abschluss für die Mannschaft und den Trainer.”

Fokussiert in den Saisonendspurt: Julian Nagelsmann (Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Aktuell geht für die Kraichgauer darum, die Saison noch zu vergolden und den Einzug ins europäischer Geschäft zu schaffen. Die Chancen dafür stehen durchaus gut, denn Hoffenheim kommt zuletzt immer mehr in Fahrt. Die TSG verlor nur zwei der letzten 21 Bundesligaspiele (2:3 gegen Frankfurt und 1:3 gegen Bayern) und steht aktuell auf Platz 7 mit einem Punkt Rückstand auf Platz 6 und sechs Punkten Rückstand auf Platz 4. Dabei können die Hoffenheimer Europa noch aus eigener Kraft klarmachen, denn sie spielen noch gegen Wolfsburg (Heim), Gladbach (Auswärts) und Bremen (Heim).

Hoffenheimer Offensivspektakel

Sinnbildlich für das derzeitige sportliche Hoch der TSG stehen zwei Namen: Andrej Kramaric und Ishak Belfodil. Die beiden Stürmer erzielten zusammen elf der letzten zwölf Hoffenheimer Bundesliga-Tore (plus ein Eigentor von Leverkusen). “Es ist wirklich beeindruckend, wie sich die beiden zusammen entwickelt haben. Es gab eine Phase in der Saison, da dachte man, dass die beiden das Tor gar nicht mehr treffen werden.” Das die beiden das Tor noch sehr gut treffen können, haben sie zuletzt beim 4:0 gegen Augsburg und 4:1 gegen Leverkusen eindrucksvoll gezeigt.

Andrej Kramaric und Ishak Belfodil (Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Doch nicht nur Kramaric und Belfodil sind gut drauf, auch die gesamte Offensive der Hoffenheimer läuft in dieser Saison auf Hochtouren. Die TSG hat nach den Bayern und Dortmund die drittmeisten Tore in der Liga (58) erzielt – im Schnitt 2,07 pro Spiel. Doch diese Offensivpower hat auch ihre Kehrseiten. So schaffte es die TSG bislang nur in vier Spielen zu Null zu spielen. Marco sieht das entspannt: “Hoffenheim steht für Spektakel und für die Zuschauer ist es am Ende sicher auch attraktiver, wenn wir drei Tore kassieren und mindestens vier schießen.”

Hertha schwach wie lange nicht mehr

Das Problem dabei für die Hertha: es ist so einfach wie schon lange nicht mehr, gegen die Berliner Tore zu schießen. Aktuell steht das Team von Pal Dardai schon bei 46 Gegentoren – das sind genauso viele wie in der kompletten Vorsaison. Mehr Gegentore nach 28. Spieltagen hatte Berlin zuletzt in der Saison 2011/12 kassiert (52).

Auch warten Manager Preetz und Trainer Dardai nach dem desaströsen 5:0 in Leipzig und der verdienten Niederlage gegen Düsseldorf immer noch auf eine Reaktion der Mannschaft. Die Berliner stehen nun bei vier Niederlagen in Folge. Es ist die geteilt längste Niederlagenserie unter Pal Dardai (ebenfalls 4 Niederlagen im April/Mai 2016). Mehr Bundesliga-Niederlagen in Serie gab es letztmals im Januar/Februar 2012 (6).

Ist noch irgendjemand da?

Der Druck auf die Mannschaft und die Verantwortlichen der Hertha ist also immens. Und die Personalsituation von Hertha macht das Unterfangen in Hoffenheim nicht leichter. Von den gelernten zentralen Mittelfeldspielern steht aktuell nur noch Per Skjelbred zur Verfügung. Marko Grujic, Arne Maier, Fabian Lustenberger und Vladimir Darida sind verletzt, Ondrej Duda gelbgesperrt. Die Lage scheint insgesamt hoffnungslos.

Pal Dardai reagiert auf die Misere pragmatisch, indem er Maximilian Mittelstädt neben Skjelbred aufstellt. „Maxi wird das gut machen, da bin ich überzeugt“, verkündete Dardai auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Ob er damit mehr dem Spieler oder sich selbst Mut zuspricht, wird dabei nicht klar. Zur Not könnte auch Lazaro ins defensive Mittelfeld rücken, wahrscheinlich wird der Österreicher im Mittelfeld auflaufen, um dort das Offensivspiel mit anzukurbeln. Oldie Kalou wird den offensiven Part im Mittelfeld übernehmen und dort Duda ersetzen.

Plattenhardt drängt in die Startelf (Foto:  Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Für mehr Stabilität in der zuletzt arg gebeutelten Defensive könnte Marvin Plattenhardt sorgen. Der Linksverteidiger steht vor seiner Rückkehr in die Startelf. Seit zwei Monaten hatte Platte kein Spiel mehr für die Hertha absolviert – nun scheint er sich wieder mit Leistungen im Training in die Mannschaft gekämpft zu haben.

Back to the Basics

Alles spricht dafür, dass Hertha im altbekannten 4-2-3-1 auflaufen wird. Dardai kündigte auf der Pressekonferenz an, besonders auf die Balleroberungen und Umschaltmomente und damit auf das Konterspiel zu setzen. In dieser Saison sind den Berlinern bereits fünf Tore nach Kontern gelungen. Rückkehrer Javairo Dilrosun, der gegen Düsseldorf 20 Minuten spielen konnte, könnte mit seiner Geschwindigkeit und Dribbelstärke hierbei behilflich sein. Angesichts der Verletztenliste bleibt den Herthanern nicht vielmehr übrig, als es mit “Hinten sicher stehen und kontern” zu versuchen.

Über Dilrosun könnten in Hoffenheim die Konter laufen (Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Umschaltmomente? Die zu verhindern, ist Hoffenheims Stärke

Doch hier liegt gerade die große Stärke der TSG. Nagelsmann führt die aktuelle Erfolgsphase auch darauf zurück, dass das “Gegenpressing stärker geworden [ist] als in den Wochen zuvor, wir lassen den Gegner nicht mehr so klar in Umschaltsituationen kommen.” Die Hoffenheimer verhindern mit ihrem hohen Gegenpressing konsequent potentielle Kontersituationen. Dies lässt sich auch mit beeindruckenden Zahlen belegen: Hoffenheim hat bislang nur zwei Gegentore nach Kontern und die viertwenigsten Gegentore aus dem Spiel heraus kassiert (22). Um Kontersituationen schon früh zu unterbinden, ziehen sie zudem ligaweit die zweitmeisten Fouls pro Spiel (13,9) – jedoch meist weit weg vom eigenen Strafraum und damit in ungefährlichen Zonen.

Hoffenheim braucht die Punkte und ist motiviert

Marco warnt davor, das Spiel gegen Hertha automatisch als einen Selbstläufer zu betrachten: “Wir haben in dieser Saison schon einige Spiele daheim gehabt, wo ich am Ende die Frage hatte ‘Warum haben wir jetzt keine 3 Punkte mehr auf dem Konto?'” Trotzdem erhofft er sich einen Heimsieg: “Ich nehme auch gerne ein schmutziges 1:0. Für uns zählen Punkte.”

Die Zuversicht von Marco ist nicht unbegründet. Seit sechs Bundesligaspielen ist Hoffenheim gegen Hertha unbesiegt (3 Siege, 3 Remis). Hertha konnte nur eines der letzten sieben Auswärtsspiele im Kraichgau gewinnen – ansonsten gab es zwei Remis und vier Heimsiege für Hoffenheim.

Was spricht für Hertha? Augenscheinlich wenig. Die Mannschaft ist verunsichert, der Trainer angezählt und die Personallage gibt die Taktik vor. Tabellarisch geht es für Hertha um nichts mehr. Niemand erwartet, dass die Herthaner bei den starken Hoffenheimern etwas holen. Und doch kann gerade diese Situation für die Mannschaft befreiend sein. Wunder gibt es im Fußball immer wieder und vielleicht können die Herthaner mit einen Remis oder sogar einen Sieg die Hoffnung (auf bessere Zeiten) nach Berlin zurückholen.

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