BundesligaVorbericht

Hertha BSC – Bayer 04 Leverkusen: Zwischen Emotionen und Champions League-Träumen

Die Abschiede von Dardai und Lusti verleihen dem Spiel gegen Leverkusen eine ganz besondere Bedeutung. (Quelle: TOBIAS SCHWARZ/AFP/Getty Images)

Wer hätte gedacht, dass der letzte Saisonabschnitt noch einmal so viel Stimmung in die Bude bringen würde? Erst der Abschied von Pal Dardai, nun die Ankündigung, dass Ante Covic die vakante Position besetzen soll – und ganz nebenbei wurde auch noch Fußball gespielt. Letzteres tat Hertha – wenn man die aktuelle Spielzeit als Maßstab nimmt – außerordentlich erfolgreich. Seit der offiziellen Bekanntgabe, dass Dardai zum Saisonende nicht mehr Profitrainer in Berlin sein wird, holte Hertha in vier Spielen acht Punkte. Die letzten beiden Partien gewann Hertha gar und erzielte dabei satte sieben Tore. Es scheint, als würde das Team dem Ungarn einen versöhnlichen Abschied bescheren zu wollen. Und so wird ein sportlich komplett wertloses Spiel plötzlich zu einer Art Charaktertest und zur Gelegenheit, eine ernüchternde Saison mit einem echten Highlight abzuschließen. Ein Punktgewinn gegen ein Spitzenteam wie Leverkusen wäre der gebührende Abschluss einer einzigartigen Geschichte des Mannes, der wie kein Zweiter Hertha BSC lebt und atmet und ohne den – die These ist nicht allzu verwegen – die „Alte Dame“ gut und gern den Weg des HSV hätte gehen können. Jeder einzelne, ob Spieler oder Fan, ist es Dardai daher schuldig, am Samstagnachmittag alles dafür zu geben, um ihn und natürlich auch Fabian Lustenberger mit einer fetten Party zu verabschieden.

Während das Spiel am Samstag für Hertha also primär sentimentalen Wert hat, geht es für Bayer Leverkusen um die Bewertung einer ganzen Saison. Schließlich kann Bayer mit einem Sieg in Berlin – unter Umständen reicht gar ein Unentschieden – und entsprechender Schützenhilfe vom BVB in Gladbach in die Champions League einziehen. Zu dieser Konstellation und auch zur generellen Entwicklung haben wir uns mit Timo vom B04-Blog unterhalten.

Ein Trainerwechsel mit System

Die Handschrift von Peter Bosz war ab seinem ersten Tag in Leverkusen sichtbar. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Dass Fußball eben nicht nur ein Ergebnissport ist, zeigten die Entscheidungsträger bei Bayer Leverkusen kurz vor Weihnachten. Trotz zwei vorangegangener Siege wurde Trainer Heiko Herrlich freigestellt. Nach einer bis dato auf ganzer Linie enttäuschenden Hinrunde zog Leverkusen damit die einzig logische Konsequenz. Denn um zu sehen, dass dieser Kader nichts im Mittelfeld der Tabelle zu suchen hat und auch der Fußball, den Herrlich spielen ließ, nicht den Qualitäten von Brandt, Havertz, Volland und Co. gerecht wird, muss man nicht Pep Guardiola sein. Als dann umgehend die Verpflichtung des offensiv denkenden Peter Bosz bekanntgegeben wurde, gab es kaum jemanden in Fußball-Deutschland, der diese Entscheidung nicht zu 100% einleuchtend fand. Nach einer nun fast kompletten Halbserie kann man resümieren: Die Entscheidung war absolut richtig. So bewertest es auch der B04-Experte Timo: „Die offensivere Ausrichtung ist […] natürlich offensichtlich, damit geht aber auch einher, dass die Mannschaft nun wieder ein festes System hat. Heiko Herrlich hat in seinen letzten Wochen ständig umgestellt, beinahe jedes Spielsystem haben wir in einer Partie mal gesehen. Das ist grundsätzlich auch nicht verwerflich, schließlich ist es an sich ein Qualitätsmerkmal, taktisch flexibel auf den Gegner und die eigene Personalsituation zu reagieren. Doch ich glaube, dass die klare Struktur der Mannschaft nun mehr Stabilität bringt. Man merkt einfach, dass die Spieler ihre Rolle nun deutlich besser kennen und die Laufwege und Zuordnungen besser abgestimmt sind. Bosz stellt dabei stets die gleichen Spieler auf und wechselt auch im Spiel nur sehr ungern. Das hilft im Moment, wirft aber auch die Frage auf, wie er in der nächsten Saison agieren wird. Mit dreifacher Belastung klappt das dann natürlich nicht mehr.
Was sich auch bemerkbar machte und wohl Bosz’ beste Idee war, ist Havertz und Brandt zentraler aufzustellen. Beide sind gute Flügelspieler, im Zentrum liegen aber ihre stärkeren Qualitäten.“

Bei allem Lob für Bosz bleibt also nach wie vor die Skepsis, wie gut dieser mit drei parallel verlaufenden Wettbewerben umgehen kann und inwieweit er in der Lage ist, seine Spielidee anzupassen. Angesprochen auf Letzteres sagt Timo: „Einer der größten Kritikpunkte an seiner Zeit beim BVB war seine taktische Unflexibilität. Ich bin jetzt zu weit von Dortmund weg, um wirklich einzuschätzen zu können, wie gerechtfertigt diese Kritik damals war, bezogen auf die letzten Wochen teile ich diese aber nicht. Die Grundausrichtung ist natürlich sehr vergleichbar. Aber mittlerweile haben sich zwei Spielsysteme etabliert, sein gewohntes 4-3-3 und ein 3-6-1. Letzteres entstand zwar zuerst aus der Not, weil zwei Flügelspieler mit Bailey und Bellarabi verletzt ausfielen, er bewies damit aber auch, dass er Lösungen für derartige Probleme anbieten kann.“

Fußball, der die jungen Wilden glänzen lässt

Die ersten Profiteure des Trainerwechsels sind die Offensiven rund um Brandt, Volland und Havertz. (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Der offensive Fokus von Peter Bosz kommt – wenig überraschend – natürlich in erster Linie der vorderen Reihe zu Gute. So kann man beim bloßen Blick auf die Statistiken von Brandt, Volland und Havertz nur ungläubig den Kopf schütteln. Jeder der drei kommt in der Rückrunde auf zweistellige Scorer-Werte. Brandt und Volland haben im Durchschnitt gar in jedem Spiel der zweiten Saisonhälfte eine Torbeteiligung zu verzeichnen. Gerade die Entwicklung von Kai Havertz in dem Zusammenhang und insbesondere im Hinblick auf sein Alter absolut sagenhaft: „Schlüsselspieler dieser Saison ist ganz klar Kai Havertz. Damit werde ich niemanden überraschen, aber er muss hier natürlich genannt werden.“

Doch bei all den Lorbeeren, die die Offensive einheimst, muss man dennoch konstatieren, dass noch nicht alles gänzlich glatt läuft. Gerade gegen spielstarke Teams hat Leverkusen oftmals Probleme. So verlor man zwischen Spieltag 26 und 28 dreimal in Folge gegen Bremen, Hoffenheim und Leipzig und kassierte in diesen drei Spielen insgesamt zehn Tore. Da verwundert es wenig, dass unser Interview-Gast, angesprochen auf Verbesserungspotenziale des Teams, vor allem in der Defensive den Schwerpunkt setzt: „Dafür dass vor allem die Rückrunde echt gut war, fallen mir doch einige Spieler ein, von denen man mehr hätte erwarten können. Diese Saison war sicherlich die schlechteste von Tah, immer noch auf einem guten Niveau, gesteigert hat er sich aber nicht. Weiser wird mit jedem Meter besser, wo er weiter vom eigenen Tor entfernt steht, blöderweise ist er Rechtsverteidiger. Einen positiven Ausblick gibt es aber auch bei ihm: Als Bosz auf das 3-6-1 umstellte, konnte er deutlich aufgerückt auflaufen. Gegen Augsburg machte er in dieser Rolle auch sein bestes Spiel für den Bayer. Ansonsten war es defensiv bei ihm, aber auch bei Linksverteidiger Wendell, oftmals schwer ertragbar.“

Ein Spiel, das über eine ganze Saison entscheidet

Wie bereits eingangs angeschnitten, ist das Spiel für Leverkusen aus sportlicher Perspektive um ein Vielfaches wichtiger als für Hertha. Lässt Gladbach gegen den BVB Punkte liegen, hat es Bayer Leverkusen in der eigenen Hand, in die Champions League einzuziehen. Dass Leverkusen dafür prädestiniert ist, solch entscheidende Spiele zu vergeigen, sieht auch Timo so: „Als Leverkusener muss man immer damit rechnen, dass die Mannschaft es in den Sand setzt. Wirklich niemanden würde es überraschen, wenn 18/19 die Saison wäre, wo man gegen Krasnodar in der Europa League, gegen Heidenheim im DFB-Pokal und gegen Hertha an der Königsklasse scheitern würde.“ Allerdings schränkt er im selben Atemzug ein, dass Hertha nun nicht unbedingt Angst und Schrecken beim Gegner verbreitet: „Nichtsdestotrotz bin ich erstaunlich optimistisch, vielleicht mehr als ich es sein sollte. Aber die Ausgangssituation ist gut, der Mannschaft traue ich ein reifes Spiel zu und mit Verlaub, bei Angstgegner denke ich nicht zuerst an die Hertha.“
Beim Blick zwei Jahre zurück fällt es da nur schwer, zu widersprechen. Am 34. Spieltag der Saison 2016/2017 traf man schon mal am letzten Spieltag im Olympiastadion aufeinander und ging mit 2:6 baden. Mit einer Wiederholung dessen darf Pal Dardai auf keinen Fall verabschiedet werden.


* Titelbild: Photo by Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Vorheriger Beitrag
(T)ante Covic und die alte Dame
Nächster Beitrag
Marktwert ist alles? – Die fünf „wertvollsten“ Hertha-Profis

Ähnliche Beiträge

No results found

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Die Abschiede von Dardai und Lusti verleihen dem Spiel gegen Leverkusen eine ganz besondere Bedeutung. (Quelle: TOBIAS SCHWARZ/AFP/Getty Images)

Wer hätte gedacht, dass der letzte Saisonabschnitt noch einmal so viel Stimmung in die Bude bringen würde? Erst der Abschied von Pal Dardai, nun die Ankündigung, dass Ante Covic die vakante Position besetzen soll – und ganz nebenbei wurde auch noch Fußball gespielt. Letzteres tat Hertha – wenn man die aktuelle Spielzeit als Maßstab nimmt – außerordentlich erfolgreich. Seit der offiziellen Bekanntgabe, dass Dardai zum Saisonende nicht mehr Profitrainer in Berlin sein wird, holte Hertha in vier Spielen acht Punkte. Die letzten beiden Partien gewann Hertha gar und erzielte dabei satte sieben Tore. Es scheint, als würde das Team dem Ungarn einen versöhnlichen Abschied bescheren zu wollen. Und so wird ein sportlich komplett wertloses Spiel plötzlich zu einer Art Charaktertest und zur Gelegenheit, eine ernüchternde Saison mit einem echten Highlight abzuschließen. Ein Punktgewinn gegen ein Spitzenteam wie Leverkusen wäre der gebührende Abschluss einer einzigartigen Geschichte des Mannes, der wie kein Zweiter Hertha BSC lebt und atmet und ohne den – die These ist nicht allzu verwegen – die „Alte Dame“ gut und gern den Weg des HSV hätte gehen können. Jeder einzelne, ob Spieler oder Fan, ist es Dardai daher schuldig, am Samstagnachmittag alles dafür zu geben, um ihn und natürlich auch Fabian Lustenberger mit einer fetten Party zu verabschieden.

Während das Spiel am Samstag für Hertha also primär sentimentalen Wert hat, geht es für Bayer Leverkusen um die Bewertung einer ganzen Saison. Schließlich kann Bayer mit einem Sieg in Berlin – unter Umständen reicht gar ein Unentschieden – und entsprechender Schützenhilfe vom BVB in Gladbach in die Champions League einziehen. Zu dieser Konstellation und auch zur generellen Entwicklung haben wir uns mit Timo vom B04-Blog unterhalten.

Ein Trainerwechsel mit System

Die Handschrift von Peter Bosz war ab seinem ersten Tag in Leverkusen sichtbar. (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Dass Fußball eben nicht nur ein Ergebnissport ist, zeigten die Entscheidungsträger bei Bayer Leverkusen kurz vor Weihnachten. Trotz zwei vorangegangener Siege wurde Trainer Heiko Herrlich freigestellt. Nach einer bis dato auf ganzer Linie enttäuschenden Hinrunde zog Leverkusen damit die einzig logische Konsequenz. Denn um zu sehen, dass dieser Kader nichts im Mittelfeld der Tabelle zu suchen hat und auch der Fußball, den Herrlich spielen ließ, nicht den Qualitäten von Brandt, Havertz, Volland und Co. gerecht wird, muss man nicht Pep Guardiola sein. Als dann umgehend die Verpflichtung des offensiv denkenden Peter Bosz bekanntgegeben wurde, gab es kaum jemanden in Fußball-Deutschland, der diese Entscheidung nicht zu 100% einleuchtend fand. Nach einer nun fast kompletten Halbserie kann man resümieren: Die Entscheidung war absolut richtig. So bewertest es auch der B04-Experte Timo: „Die offensivere Ausrichtung ist […] natürlich offensichtlich, damit geht aber auch einher, dass die Mannschaft nun wieder ein festes System hat. Heiko Herrlich hat in seinen letzten Wochen ständig umgestellt, beinahe jedes Spielsystem haben wir in einer Partie mal gesehen. Das ist grundsätzlich auch nicht verwerflich, schließlich ist es an sich ein Qualitätsmerkmal, taktisch flexibel auf den Gegner und die eigene Personalsituation zu reagieren. Doch ich glaube, dass die klare Struktur der Mannschaft nun mehr Stabilität bringt. Man merkt einfach, dass die Spieler ihre Rolle nun deutlich besser kennen und die Laufwege und Zuordnungen besser abgestimmt sind. Bosz stellt dabei stets die gleichen Spieler auf und wechselt auch im Spiel nur sehr ungern. Das hilft im Moment, wirft aber auch die Frage auf, wie er in der nächsten Saison agieren wird. Mit dreifacher Belastung klappt das dann natürlich nicht mehr.
Was sich auch bemerkbar machte und wohl Bosz’ beste Idee war, ist Havertz und Brandt zentraler aufzustellen. Beide sind gute Flügelspieler, im Zentrum liegen aber ihre stärkeren Qualitäten.“

Bei allem Lob für Bosz bleibt also nach wie vor die Skepsis, wie gut dieser mit drei parallel verlaufenden Wettbewerben umgehen kann und inwieweit er in der Lage ist, seine Spielidee anzupassen. Angesprochen auf Letzteres sagt Timo: „Einer der größten Kritikpunkte an seiner Zeit beim BVB war seine taktische Unflexibilität. Ich bin jetzt zu weit von Dortmund weg, um wirklich einzuschätzen zu können, wie gerechtfertigt diese Kritik damals war, bezogen auf die letzten Wochen teile ich diese aber nicht. Die Grundausrichtung ist natürlich sehr vergleichbar. Aber mittlerweile haben sich zwei Spielsysteme etabliert, sein gewohntes 4-3-3 und ein 3-6-1. Letzteres entstand zwar zuerst aus der Not, weil zwei Flügelspieler mit Bailey und Bellarabi verletzt ausfielen, er bewies damit aber auch, dass er Lösungen für derartige Probleme anbieten kann.“

Fußball, der die jungen Wilden glänzen lässt

Die ersten Profiteure des Trainerwechsels sind die Offensiven rund um Brandt, Volland und Havertz. (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Der offensive Fokus von Peter Bosz kommt – wenig überraschend – natürlich in erster Linie der vorderen Reihe zu Gute. So kann man beim bloßen Blick auf die Statistiken von Brandt, Volland und Havertz nur ungläubig den Kopf schütteln. Jeder der drei kommt in der Rückrunde auf zweistellige Scorer-Werte. Brandt und Volland haben im Durchschnitt gar in jedem Spiel der zweiten Saisonhälfte eine Torbeteiligung zu verzeichnen. Gerade die Entwicklung von Kai Havertz in dem Zusammenhang und insbesondere im Hinblick auf sein Alter absolut sagenhaft: „Schlüsselspieler dieser Saison ist ganz klar Kai Havertz. Damit werde ich niemanden überraschen, aber er muss hier natürlich genannt werden.“

Doch bei all den Lorbeeren, die die Offensive einheimst, muss man dennoch konstatieren, dass noch nicht alles gänzlich glatt läuft. Gerade gegen spielstarke Teams hat Leverkusen oftmals Probleme. So verlor man zwischen Spieltag 26 und 28 dreimal in Folge gegen Bremen, Hoffenheim und Leipzig und kassierte in diesen drei Spielen insgesamt zehn Tore. Da verwundert es wenig, dass unser Interview-Gast, angesprochen auf Verbesserungspotenziale des Teams, vor allem in der Defensive den Schwerpunkt setzt: „Dafür dass vor allem die Rückrunde echt gut war, fallen mir doch einige Spieler ein, von denen man mehr hätte erwarten können. Diese Saison war sicherlich die schlechteste von Tah, immer noch auf einem guten Niveau, gesteigert hat er sich aber nicht. Weiser wird mit jedem Meter besser, wo er weiter vom eigenen Tor entfernt steht, blöderweise ist er Rechtsverteidiger. Einen positiven Ausblick gibt es aber auch bei ihm: Als Bosz auf das 3-6-1 umstellte, konnte er deutlich aufgerückt auflaufen. Gegen Augsburg machte er in dieser Rolle auch sein bestes Spiel für den Bayer. Ansonsten war es defensiv bei ihm, aber auch bei Linksverteidiger Wendell, oftmals schwer ertragbar.“

Ein Spiel, das über eine ganze Saison entscheidet

Wie bereits eingangs angeschnitten, ist das Spiel für Leverkusen aus sportlicher Perspektive um ein Vielfaches wichtiger als für Hertha. Lässt Gladbach gegen den BVB Punkte liegen, hat es Bayer Leverkusen in der eigenen Hand, in die Champions League einzuziehen. Dass Leverkusen dafür prädestiniert ist, solch entscheidende Spiele zu vergeigen, sieht auch Timo so: „Als Leverkusener muss man immer damit rechnen, dass die Mannschaft es in den Sand setzt. Wirklich niemanden würde es überraschen, wenn 18/19 die Saison wäre, wo man gegen Krasnodar in der Europa League, gegen Heidenheim im DFB-Pokal und gegen Hertha an der Königsklasse scheitern würde.“ Allerdings schränkt er im selben Atemzug ein, dass Hertha nun nicht unbedingt Angst und Schrecken beim Gegner verbreitet: „Nichtsdestotrotz bin ich erstaunlich optimistisch, vielleicht mehr als ich es sein sollte. Aber die Ausgangssituation ist gut, der Mannschaft traue ich ein reifes Spiel zu und mit Verlaub, bei Angstgegner denke ich nicht zuerst an die Hertha.“
Beim Blick zwei Jahre zurück fällt es da nur schwer, zu widersprechen. Am 34. Spieltag der Saison 2016/2017 traf man schon mal am letzten Spieltag im Olympiastadion aufeinander und ging mit 2:6 baden. Mit einer Wiederholung dessen darf Pal Dardai auf keinen Fall verabschiedet werden.


* Titelbild: Photo by Matthias Kern/Bongarts/Getty Images

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü